Wenn Sie sich dafür interessieren, an Ihrer Schule ein B-Team zu installieren, können Sie einen der Qualifizierungsanbieter um ein Erstberatungsgespräch bitten. Dieses Gespräch muss vorher mit einem schlichten Formular bei der bzw. dem Ansprechpartner*in Ihrer Bezirksregierung oder Ihrer Koordinatorin bzw. Ihrem Koordinator beantragt werden. Bitte warten Sie die Freigabe durch die Landeskoordination ab, bevor Sie das Gespräch durchführen, damit die Finanzierung auch gesichert ist. Hinterher können Sie die Rechnung für das Gespräch formlos bei der Landeskoordination einreichen und bekommen die Kosten zu 100% (ohne Eigenanteil) erstattet, unabhängig davon, ob Sie anschließend einen B-Team-Antrag stellen oder nicht.

An diesem Erstberatungsgespräch muss die Schulleitung verpflichtend teilnehmen, da sie dafür verantwortlich ist, die nötigen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der B-Team-Maßnahme zu sorgen. Anschließend führen Sie einen Schulkonferenzbeschluss herbei.

Aufgrund des Schulkonferenzbeschlusses können Sie dann Ihren Förderantrag stellen. Beachten Sie bitte, dass Sie zwar nur 300 € als Eigenmittel einbringen müssen (ca. 5% der Gesamtkosten), aber darüber hinaus weitere Leistungen verpflichtend sind, um die Förderung zu erhalten. Da der Austausch unter mehreren B-Team-Schulen während der Pilotierung als sehr gewinnbringend empfunden wurde, bemühen wir uns, in Ihrer Nähe weitere Schulen zu finden, die zusammen mit dem B-Team Ihrer Schule die Qualifizierung durchlaufen. Einen Überblick, welche Schulen zurzeit eine Partnerschule suchen, gibt die Partnerschulen-Börse. Für die Qualifizierung können Sie auch einen anderen Qualfiizierungsanbieter auswählen als den, der die Erstberatung durchgeführt hat.

Sobald Ihr Antrag bewilligt wird, können Sie anfangen, die entsprechenden Schüler*innen und Lehrkräfte des 7. Jahrgangs auszusuchen und mit dem Anbieter sowie den weiteren beteiligten B-Team-Schulen Termine für die Qualifizierung abzusprechen.

Die vier Qualifizierungsmodule besuchen sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräfte, letztere nicht als Aufsichtspersonen, sondern als Teilnehmer*innen auf Augenhöhe. Zur Vorbereitung auf diesen Rollenwechsel werden vorab alle Lehrpersonen zu einem Modul 0 eingeladen. Diese Veranstaltung dient außerdem dazu, dass Sie den Anbieter über die Voraussetzungen Ihrer Schüler*innen informieren, damit dieser die vier Qualifizierungsmodule entsprechend anpassen kann. Schließlich werden organisatorische Fragen geklärt. An diesem Modul 0 können nach Absprache auch LuL' interessierter Schulen teilnehmen, die über ein B-Team nachdenken. Die Termine finden Sie hier.

Das B-Team sollte sich bereits vor dem 1. Modul einmal getroffen haben, um sich untereinander und das B-Team-Konzept kennenzulernen. Auch zwischen den Modulen müssen regelmäßig Treffen eingeplant werden, um die Module jeweils nachzubereiten.

Schon während der Qualifizierungsphase beginnt das B-Team, sein erstes gesundheitsförderliches Projekt zu planen und umzusetzen. Dabei wird es nach dem letzten Modul vom Qualifizierungsanbieter mit zwei Beratungs-/Coachinggesprächen unterstützt. Schließlich stellen sich nach ein paar Monaten bei einer gemeinsamen Präsentationsveranstaltung alle beteiligten B-Teams gegenseitig ihre umgesetzten Projekte vor.

In diesem gesamten Prozess erhalten Sie Unterstützung durch die B-Team-Trainer*innen. Diese werden Sie ein halbes Jahr nach der Präsentationsveranstaltung besuchen, um in einem Evaluationsgespräch zu klären, inwiefern das B-Team sich an Ihrer Schule bereits fest etablieren konnte oder ob Sie dabei noch eine besondere Unterstützung benötigen. Darüber hinaus stehen die BuG-Koordinator*innen im Rahmen der Jahresgespräche für weitere Beratung zur Verfügung.