Anmerkungen:

Visualisierung

  • ist die Ergänzung und Erweiterung des gesprochenen Wortes durch optische Zeichen;
  • dient der "optischen" Entwicklung des Gesprächsverlaufes durch und mit allen Teilnehmern der Arbeitsgruppe.

Ziel:

Der Kenntnisstand der Gruppenmitglieder wird durch visuelle Techniken allen Teilnehmern "vor Augen" geführt.

Gruppenmeinungen können durch "visuelle Abfragen" schnell sichtbar werden.

Die Visualisierung erlaubt gleichzeitige Gesprächsbeiträge, die vom Moderator geordnet werden. Die Gruppe ist ständig über den Stand der Diskussion informiert.

Das "optische Protokoll" gibt die Möglichkeit, an mehreren Punkten gleichzeitig weiterzudenken und zu arbeiten.

Das gleichzeitig Gehörte und Gesehene bleibt besser im Gedächtnis haften.

  • ermöglicht, dass Informationen, Daten, Gegebenheiten usw.
  • nicht verloren gehen, weil sie festgehalten werden,
  • für alle Teilnehmer sichtbar sind,
  • während der Diskussion/Arbeit ständig zur Verfügung stehen;
  • erleichtert eine gleiche Interpretation bei allen Betrachtern und hilft, Missverständnisse zu reduzieren;erleichtert die Schaffung eines gemeinsamen Problem- und Zielverständnisses bei den Gruppenmitgliedern;
  • hilft, den Redeaufwand zu verkürzen und Wiederholungen zu vermeiden;
  • hilft, festgehaltene Punkte ihrer Bedeutung und Wichtigkeit entsprechend darzustellen;
  • zwingt zu kurzen, präzisen und prägnanten Aussagen und erleichtert so die Kommunikation;
  • führt zu einer besseren Vergleichbarkeit der Aussagen, Vorschläge usw. und hilft, Zusammenhänge zu verdeutlichen;
  • hält das gesamte "Ideen- und Vorschlagsmaterial" für die Bewertungs- und Entscheidungsphase fest;
  • zentriert die Aufmerksamkeit der Gruppenmitglieder;
  • erleichtert die Reproduzierbarkeit z.B. für Dokumentation, Berichterstattung, Präsentation, Information von Außenstehenden/ neuen Gruppenmitgliedern usw.

Material:

je nach Methode

Durchführung:

Schrift

  • Druckschrift benutzen
  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • zwei Schriftgrößen verwenden
  • eng schreiben
  • Schriftgröße muss dem Abstand der Teilnehmern zur Darstellung angepasst sein

Form / Farbe

  • Blöcke bilden
  • Farben (mit Bedeutung) verwenden - aber sparsam!
  • freie Stellen lassen für Fragen, Ergänzungen ...
  • optisch weder "flüstern" noch "brüllen"
  • Moderationskarten höchstens dreizeilig beschriften

Inhalt

  • nur allgemein bekannte Abkürzungen,
  • Fachausdrücke usw. verwenden
  • nur ein Thema pro Plakat bearbeiten
  • nicht zu viele Informationen hineinpressen
  • einfache, klare, präzise Aussagen formulieren (Klarheit vor Vollständigkeit!)

Elemente

  • Skalen (um die Einschätzungen sichtbar zu machen)
  • Koordinaten (2 Einschätzungen durch einen Punkt im Feld/Meinung als Punktewolke)
  • Listen (Ideen- und Problemsammlung gewichten)
  • Tabellen (Beziehungen und Verknüpfungen herstellen)
  • Bäume (Über- und Unterordnung)
  • Netze (komplexe Zusammenhänge überschaubar machen)

Ulrich Barkholz / Georg Israel / Peter Paulus / Norbert Posse: Gesundheitsförderung in der Schule. Ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest 1997, S. 331 ff.