Qualitätsbereich datengestützte Schulentwicklung und Selbstevaluation

„Die Schul- und Unterrichtsentwicklung richtet sich datengestützt am Schulentwicklungszyklus aus.“  (BuG-Konzept)

Die Basis für umfassende Veränderungsprozesse bildet das Wissen um die Stärken und Schwächen der Schule. Daher werden im Verlauf der Schulentwicklung kontinuierlich Daten erhoben, um die Schulentwicklung datenbasiert und systematisch anzulegen. „Selbstevaluation basiert auf der Überzeugung, dass Schulqualität erhalten und gefördert werden kann, wenn Lehrkräfte vor Ort ihre Erfahrungen und ihr Wissen austauschen und für Entwicklungen fruchtbar machen. Sie sind es, welche die Schulqualität hervorbringen und die umfassendsten Kenntnisse über die lokale Schule und ihr Umfeld besitzen.“ (IQES-Band 1, S. 181) Als Instrument eignet sich das BuG-Screening, das jährlich, mindestens aber alle zwei Jahre durchgeführt wird, damit über die Jahre Entwicklungsfortschritte sichtbar werden. 

Zu Beginn der Mitgliedschaft wird der Entwicklungsstand abgebildet, später werden Entwicklungsfortschritte erfasst. Ergänzend können ausgewählte Bereiche tiefergehend betrachtet werden. 

Die Datenerhebung ist die Grundlage für die Planung maßgeschneiderter schulspezifischer Interventionen. 

Aufgrund der Ist-Analyse und der im Schulprogramm festgelegten Entwicklungsziele legt die Schulgemeinde die konkreten Entwicklungsschwerpunkte, -ziele und deren Priorisierung fest. 

Die Formulierung der Ziele mit der SMART-Methode (spezifisch, messbar, anspruchsvoll-attraktiv-akzeptiert, realistisch, terminiert) hilft, wirkungsorientierte und überprüfbare Ziele zu definieren. Auf der Grundlage zu messender Merkmale (Indikatoren) lassen sich die Zielerreichung und der Erfolg der dafür durchgeführten Maßnahmen beurteilen. Die regelmäßige Dokumentation von Fortschritten und Teilergebnissen ist Teil einer begleitenden Prozessevaluation. Ggfs. sind auf dieser Grundlage Ziele und Indikatoren anzupassen. 

 

 

Fragenkatalog datengestützte Schulentwicklung und Selbstevaluation

  • Der Gesamtstatus der Schule wird regelmäßig erhoben. 
  • Schüler- und Elternschaft werden in die Datenerhebung einbezogen. 
  • Die Daten werden regelmäßig zur Stärken- und Schwächenanalyse genutzt.
  • Daten werden unter dem Gesichtspunkt der Gesundheitsförderung und Prävention ausgewertet. 
  • Die Ist-Analyse wird mit dem Leitbild/Schulprogramm abgeglichen.
  • Zu jedem Entwicklungsschwerpunkt sind 1 – 2 smarte Ziele formuliert.
  • Jedes Einzelziel strebt langfristig eine Verbesserung des Bildungserfolgs der SuS‘ und der Gesundheit aller Beteiligten an.
  • Zu jedem Ziel gibt es 1 – 2 leicht zu messende Merkmale (Indikatoren).
  • Die Evaluationsinstrumente/-verfahren sind benannt.
  • Maßnahmen verknüpfen Verhaltens- und Verhältnisprävention.
  • Einzelmaßnahmen sind in den Schulentwicklungsprozess eingebettet.
  • Fortschritte und Teilergebnisse werden regelmäßig dokumentiert. 
  • Die Zielerreichung wird kontinuierlich überprüft, Ziele und Indikatoren ggf. angepasst.
  • Erfolge, Misserfolge und der Anstrengungsaufwand werden bilanziert.
  • Ergebnisse von Maßnahmen/Projekten werden der Schulöffentlichkeit und der Schulaufsicht vorgestellt.
  • Die Ergebnisse werden anderen BuG-Schulen zur Verfügung gestellt.

 

 

Literatur