Antragsarten

Es gibt vier Arten von Anträgen:

  • Maßnahmen in Phase 1:
    Sie dienen dem Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen, z. B.
    • Auseinandersetzung mit der Leitidee der guten gesunden Schule (Kenntnisse der Grundlagen),
    • Entwicklung eines gemeinsamen Gesundheitsbegriffes,
    • Einarbeitung der Prinzipien der guten gesunden Schule in das Leitbild bzw. das Schulprogramm,
    • Aufbau einer geeigneten Leitungs-, Steuerungs- und Beteiligungsstruktur,
    • Vernetzung mit geeigneten Partner*innen,
    • externe Begleitung des Prozesses in Phase 1 usw.
    Diese Art kann ganzjährig gestellt werden.
  • Maßnahmen in Phase 2 und 3:
    Sie dienen der eigenen Schwerpunktsetzung und ergeben sich aus den Evaluationsergebnissen.
    Diese Art kann nur im Herbst für das darauffolgende Kalenderjahr gestellt werden, wenn die Schule offiziell Phase 1 abgeschlossen hat.

  • IQESonline-Account:
    Diese Art kann ganzjährig gestellt werden, insgesamt i. d. R. zweimal. Unter bestimmten Bedingungen können Grundschulen auch mehr als zwei IQESonline-Anträge stellen.

  • B-Team:
    Diese Art kann ganzjährig gestellt werden.
    Der Eigenanteil beträgt nicht 25 %, sondern genau 300 €. Darüber hinaus werden aber verschiedene andere Leistungen von der B-Team-Schule erwartet, um eine nachhaltige Implementierung zu gewährleisten. Die Leistungen der Schule und die des Landesprogramms sind in einer verpflichtenden Anlage des B-Team-Antrags beschrieben.


Alle Schulen in NRW können bei den gesetzlichen Krankenkassen/-verbänden NRW (GKV) einen Antrag auf Maßnahmenförderung stellen. Dafür hat die GKV einen Zentrale Prüfstelle eröffnet, die im Landeszentrum Gesundheit NRW angesiedelt ist.

BuG-Schulen wird der Service angeboten, dass sie sich immer nur an eine*n Ansprechpartner*in wenden müssen, die bzw. der sich dann für sie darum kümmert, dass der Antrag bei der richtigen Adresse landet. Das heißt, dass BuG-Schulen grundsätzlich ihre Anträge über ihre*n zuständige*n Koordinator*in bei BuG stellen und NICHT bei der Prüfstelle. Ggf. leitet dann BuG einen Antrag an die Prüfstelle weiter, wenn er grundsätzlich den Förderkriterien entspricht, aber vielleicht nicht zu BuG passt.

Hierzu noch ein paar Präzisierungen:

  • Stellt eine BuG-Schule dennoch einen Antrag bei der Prüfstelle, wird er automatisch an die BuG-Landeskoordination weitergeleitet.
  • Die Förderkriterien entsprechen sich. Das heißt, dass es für eine BuG-Schule keinerlei Vorteil ergibt, doch einen Antrag bei der Prüfstelle zu stellen. Es ist eher von Nachteil, weil dort grundlegende Strukturen überprüft werden müssen, wie z. B. das Vorhandensein einer Steuerungsgruppe, die bei BuG nicht mehr überprüft werden, weil sie in einer BuG-Schule automatisch vorausgesetzt werden. Außerdem müsste sich die Schule mit einem etwas anders strukturierten Formular auseinandersetzen (auch wenn die Kriterien die gleichen sind).
  • Bei BuG erhalten die Schulen durch die Koordinator*innen eine ausführliche und langfristige Beratung, was die Zentrale Prüfstelle in dieser Qualität und Menge nicht leisten kann, weil sie nur im Hinblick auf den einzelnen Antrag berät, nicht in Bezug auf die Schulentwicklung insgesamt.