Fremder Besucher

Ziel:

positive und negative Sichtweisen der Schule sammeln.
"Der Fremde Besucher" stellt eine gute Möglichkeit dar, indirekt Problemsichten eines Kollegiums zu erfragen. Der große Vorteil liegt darin, dass hier

  • sich einzelne Nennungen "hinter" dem fremden Besucher "verstecken" können,
  • über die Fragestellung (z.B. Teilnahme am Unterricht) eine gute Möglichkeit zur Fokussierung besteht,
  • auch positive Sichtweisen der Schule gesammelt werden, wodurch sich zum einen der Problemdruck häufig relativiert und zum anderen oft vernachlässigte Ansatzpunkte für eine positive Weiterentwicklung ergeben.

Zeit:

für die Durchführung ca. 10 Minuten, für die offene Auswertung ca. 1 Stunde
Durchführung:

  • Individuelle Bearbeitung
  • Übertragung auf Karten (max. etwa 60 Karten pro Fragestellung)
  • Gruppierung nach Ähnlichkeit
  • Formulierung von Überschriften über die gefunden Cluster
  • Dokumentation als Wandzeitung, Overhead- Folie, Handout
  • Diskussion: "Was bedeuten die Ergebnisse für unsere Fortbildung?"
  • (Berücksichtigung von positiven und negativen Aspekten)

Arbeitsblatt:

Der fremde Besucher

Ein Angehöriger der Kultusbürokratie eines befreundeten nicht- europäischen Staates weilt zu Informationszwecken in Nordrhein- Westfalen. Er interessiert sich insbesondere für das (...- )Schulsystem. Der Regierungspräsident (die Schulaufsicht) hat ihm ermöglicht, sich dadurch mit dem (...- )Schulsystem vertraut zu machen, dass er an allen Aktivitäten einer (...- )Schule über einen längeren Zeitraum teilnehmen kann. Hierzu ist dieser Fachmann seit drei Monaten Gast in Ihrer Schule und nimmt seither an allen Veranstaltungen (Unterricht, Konferenzen, Besprechungen, Pausen, Ausflügen, ...) teil.

  • Was wird ihm Ihrer Meinung nach hier gefallen?
  • Was wird ihm Ihrer Meinung nach hier nicht gefallen?


Ulrich Barkholz / Georg Israel / Peter Paulus / Norbert Posse: Gesundheitsförderung in der Schule. Ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest 1997, S. 331 ff.