Entspannungsübungen

Ziel:

Auflockerung, Entspannung, positive Beeinflussung der Arbeitsatmosphäre.

Zeit:

Je nach Methode.

Durchführung:

Entspannungsübungen lassen sich immer und überall ohne große Vorbereitung einsetzen. Sie sind vor allem da angebracht, wo nach intensiver und konzentrierter Arbeit zu wenig Zeit für eine umfangreiche Pause ist. Für Entspannungsübungen gilt noch mehr als für die anderen Moderationsmethoden: sie müssen zu der Gruppe und der Situation passen.

Entspannungsübungen zu Beginn einer Maßnahme:

  • Musik laufen lassen, small tal
  • Sherry-Party
  • Siebener-Übung/Telefonieren
  • Phantasie-Reise, um das Ankommen zu fördern

Entspannungsübungen während einer Maßnahme:

 

  • Isometrische Übungen
  • thematische Phantasie-Reise
  • gemeinsam ein Bild malen ohne zu sprechen (Paare malen mit einem Stift z.B. "Haus-Baum-Hund"; 4erGruppen malen gemeinsam z.B. die Schule usw.)
  • alle Lockerungsübungen aus dem Musik-, Sport-, ...-Unterricht

Phantasie-Reisen

Phantasiereisen können dazu genutzt werden, um Einstiege in ein Thema zu finden oder einen Rückblick anzuregen. Dann orientieren sich die "Reisen" an den aktuellen thematischen Vorgaben.

Hier können aber auch Zukunftsvisionen entwickelt oder individuelle Schwerpunkte erforscht werden. Dazu setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bequem hin - wer will, kann die Augen schließen. Ein Mitglied des Moderatorenteams leitet die Phantasiereise an, indem er/sie eine Geschichte erzählt, die individuell ausgefüllt werden soll (z.B. auf die Schule bezogen: die Teilnehmerinnen/Teilnehmer gehen durch eine weite, hügelige Landschaft, geraten in einen dunklen Wald, dort in eine Höhle, die von einem schwache Lichtschimmer erhellt ist. In der Ecke finden sie etwas, was für sie als Lehrende ganz wichtig ist. Sie gehen weiter, kommen an eine alte kleine Hütte, in der ein sehr weiser Lehrer wohnt. Er teilt ihnen das Geheimnis des guten Lehrens mit. Sie kommen in ein Dorf, eine Stadt, viele Menschen kommen auf sie zu, bitten sie, für sie eine Schule aufzubauen usw.) - Anschließend ein gemeinsames oder Kleingruppen-Auswertungsgespräch.

Achtung: Entspannungsübungen können als "Kinderkram" erlebt werden - daher Teilnahme nur freiwillig!

Ulrich Barkholz / Georg Israel / Peter Paulus / Norbert Posse: Gesundheitsförderung in der Schule. Ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest 1997, S. 331 ff.