Prävention

Die Förderung von Lebenskompetenzen gehört zu den Kernbestandteilen eines modernen Gesundheitsförderungskonzeptes. Ihre Bestandteile finden sich in den Programmen der Suchtprävention genauso wie in anderen präventiven Aufgaben der Schule wie z.B. Gewaltprävention, Prävention sexuellen Missbrauchs, Aidsprävention etc. Sie entsprechen außerdem dem in der nordrhein-westfälischen Schulverfassung und den Richtlinien aller Schulformen beschriebenem Erziehungsauftrag jeder Schule und sind von daher eindeutig Auftrag aller Lehrerinnen und Lehrer, die in ihrem Unterricht entsprechend handeln sollen. Schließlich kann nur ein „erziehender" Unterrichtsstil, um den sich alle Lehrerinnen und Lehrer einer Schule bemühen, Garant dafür sein, dass die schulischen Möglichkeiten zur ganzheitlichen Förderung der Schülerinnen und Schüler genutzt werden.

Georg Israel, Dr. Dietrich Bäuerle, Dirk Rasel: Suchtvorbeugung in den Schulen der Sekundarstufen I und II; Band I

Schulen nehmen hier großen Einfluss auf die Erhaltung von Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Auch im aktuellen Kinderreport des Deutschen Kinderhilfswerks wird dies deutlich:
"Trotz der prinzipiell kostenlosen Gesundheitsversorgung für Kinder und der kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen werden insbesondere Kinder aus finanziell benachteiligten Verhältnissen von diesen Angeboten nicht erreicht, die Kinder haben bspw. deutlich schlechtere Zähne, eine zweimal höhere Mortalitätsrate durch Unfälle als bei Kindern aus privilegierteren Schichten, ein sehr viel häufigeres Auftreten akuter Erkrankungen und eine höhere Anfälligkeit für chronische Erkrankungen. Zudem sind von Armut gefährdete Kinder schlechter darin, Stress abzubauen. Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Kinder sowie gezielte, u.a. nach Alter und Sozialmilieu spezifizierte Maßnahmen im Bereich Gesundheitsbildung, des Gesundheitsverhaltens sowie gesundheitsspezifische Verbesserung der Lebensbedingungen sollten hier wichtige Schritte sein, um eine Trendumkehr einzuleiten."
Und genau hier kann - und sollte - Schule ansetzen und Schülerinnen und Schüler nicht nur aus benachteiligten Verhältnissen gezielt, auch mithilfe des Landesprogramms, unterstützen.