Anbieter

Titel der MaßnahmeAOK-Walking Bus
Logo Anbieter
  • Logo
  • Logo
Anbieter AOK NORDWEST
Kontakt Martina Pötter
Kopenhagener Straße 1,
44269 Dortmund
Tel. 0231-4193-10622
martina.poetter@nw.aok.de
Internetauftritthttps://nordwest.aok.de/inhalt/aok-walking-bus/
Kooperationspartner/ SponsorenUniversität Paderborn, Sparkasse Paderborn, Verkehrswacht Paderborn

Zielgruppe

Schulstufe Grundschule
Jahrgang/Alter6 - 10
angesprochener Personenkreis Schüler*innen
Eltern
Lehrpersonen
Schulleitung
Steuergruppen
Sonstige und zwar: Polizei
Region Das Angebot steht NRW-weit zur Verfügung.

Beschreibung

Zielsetzung

Der AOK-Walking Bus ist ein virtueller Bus, mit dem Kinder der ersten und zweiten Klassen zu Fuß zur Schule gehen, anstatt mit dem Auto dorthin gebracht zu werden. Jeder Walking Bus wird von mindestens zwei Erwachsenen begleitet, die sich am Anfang und am Ende der Gruppe aufhalten und die „Busfahrer" darstellen. Die Kinder bewegen sich in Gruppen mit den begleitenden Erwachsenen entlang einer vorher festgelegten, risikoarmen „Busstrecke“ zu Fuß zur Schule und sammeln unterwegs weitere „Fahrgäste“ an speziellen Haltestellen ein. Die Länge der Walking Buslinien beträgt jeweils rund 1,5 bis 2 km, sodass die Kinder maximal 30 Minuten für den Weg zur Schule bzw. wieder nach Hause benötigen. Durch die Teilnahme am Walking Bus sind die Kinder insgesamt rund 60 Minuten pro Tag aktiv. Dies entspricht zwei Dritteln des für Kinder empfohlenen Umfangs an täglicher körperlicher Aktivität (kumuliert 90 Minuten). Der Schul-weg stellt damit eine ideale Möglichkeit dar, dem weit verbreiteten Mangel an Bewegung und körperlicher Aktivität im frühen Schulkindalter in erheblichem Maße entgegenzuwirken. Neben der Erhöhung des Aktivitätslevels werden weiterhin folgende Ziele erreicht: Stärkung des Sozialverhaltens. Da der Walking Bus klassenübergreifend eingerichtet wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kinder gemeinsam zur Schule gehen, die unter üblichen Umständen nichts miteinander unternehmen würden. Dabei lernen die Kinder auch, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Zudem führt die moderate Bewegung zu einer verbesserten Durchblutung des Gehirns, durch die die Kinder im Unterricht wacher, konzentrierter und leistungsfähiger werden. Ein weiterer wichtiger Zielaspekt ist die erhöhte Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg.

Theoretischer Hintergrund

Nach den Ergebnissen der 2009 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlichten „MoMo-Studie“ erfüllt weniger als ein Drittel der Kinder die Aktivitätsrichtlinie der Weltgesundheitsorganisation, der zufolge Kinder mindestens eine Stunde pro Tag körperlich aktiv sein sollten. Folgen dieses weit verbreiteten Bewegungsmangels sind Defizite im motorischen Bereich sowie eine Zunahme zahlreicher gesundheitlicher Risiken und Probleme, wie z. B. die Entstehung von Übergewicht und Adipositas.

Evaluation: Art

Die Wirkungen des AOK-Walking Bus wurden in einer kontrollierten Studie mit insgesamt 585 Kindern der ersten und zweiten Schulklassen wissenschaftlich evaluiert. Ferner zeigt sich ein deutlicher Zuwachs an Vereinsmitgliedschaften bei den Kindern, die früher mit dem Auto oder Bus zur Schule gefahren wurden und heute zu Fuß zur Schule gehen. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die Entscheidung für den aktiven Schulweg bzw. für die Teilnahme am AOK-Walking Bus auch dazu beiträgt, sich am Nachmittag mehr zu bewegen und vermehrt Sportvereine aufzusuchen. Neben der Steigerung der täglichen Bewegungsaktivitäten und des Organisationsgrades in Sportvereinen zeigt die Studie weiter, dass Kin-der, die auf einen motorisierten Transport zur Schule verzichten und mit dem AOK-Walking Bus zur Schule gehen, auch Vorteile in der Konzentrationsleistung haben, in ihrem Sozialverhalten profitieren, sicher zur Schule gelangen und sich im Straßenverkehr umsichtig verhalten.

Evaluation: Durch wen?

Universität Paderborn, Department Sport & Gesundheit (Prof. Dr. W.-D. Brettschneider)

Bezug zu BuG Gesundheitsförderung
Chancen

Tägliche Bewegungsaktivität steigern, bessere Konzentrationsleistung, Sozialverhalten stärken, sicher zur Schule gelangen, Gemeinschaft stärken und umsichtige Verkehrserziehung lernen. Nicht zuletzt auch aktiver Umweltschutz: gerade kurze Autostrecken belasten die Umwelt unverhältnismäßig.

Rahmenbedingungen

Materialien

Flyer, "Haltestellenschilder", "Busfahrplan"

Zeitlicher Umfang

Täglicher Schulweg

Aufwand (Organisation, Räume, Materialien ...)

Organisation der Busbegleiter, Fahrplanerstellung, Anbringen der Haltestellenschilder, evtl. Kontaktaufnahme mit der örtlichen Polizei bei den ersten "Busfahrten"

Kosten

Der Schule entstehen keine Kosten.

weitere Gelingensbedingungen

Zuverlässige Betreuung der regelmäßigen Busbegleitung durch Erwachsene