Anregungen für die konkrete Arbeit der BuG-Schulen, das neue Schwerpunktthema „Vielfalt“ umzusetzen
(Stand: 12.10.16)

Hiermit wird eine offene Sammlung von Anregungen vorgestellt, welche die Vision beschreiben, wie eine gute gesunde Schule Vielfalt gesundheitsförderlich nutzen und fördern könnte. Dabei wurde auf Ideen aus dem IQES-Qualitätstableau und dem 2. IQES-Band1 zurückgegriffen.  Außerdem sind Ideen der Steuerungsgruppe (Workshop am 11.08.15), der Koordinatorinnen und Koordinatoren (Workshop am 16.09.15) und von BuG-Schulen (zentrale und regionale Auftaktveranstaltungen im Mai und September/Oktober 2016) eingeflossen.

Diese Ideen-Sammlung kann zunächst in einem ersten Schritt dazu genutzt werden, bereits vorhandene förderliche Schulkonzepte und (Unterrichts-)Routinen zu identifizieren, um sie zu festigen und auszubauen. Das folgende Zitat bezieht sich auf Inklusion, kann aber auch auf Vielfalt allgemein übertragen werden:

„An jeder Schule gibt es positive Beispiele zur Umsetzung von Inklusion. Denn bei Inklusion geht es in erster Linie um den wertschätzenden Umgang mit Vielfalt – und welche Schule hätte dazu keine Beispiele zu bieten? Ist es die gendersensible Haltung oder der positive Blick auf Unterschiede im Kollegium? Zeigt sich der wertschätzende Umgang mit Vielfalt an einer Schule im erfolgreichen Einsatz bestimmter Unterrichtsmethoden? Inklusive Schulentwicklung setzt an diesen Beispielen an.

Inklusion und jegliche schulische Veränderung sind auf engagierte Beteiligung angewiesen. […] Worauf ist zu achten, welche Anregungen anderer Schulen lassen sich einbeziehen? Wie kann ein Kollegium für die anstehenden Aufgaben stark gemacht werden und wie kann man sich gegenseitig unterstützen? Ressourcenorientierte Fragen zur inklusiven Schulentwicklung:

  • Analyse von Erfolgen: Was gelingt uns gut und warum?
  • Begriffsklärung Inklusion: Wo und wie setzen wir Inklusion bereits um?
  • Lösungsorientierung: Wie und worüber sprechen wir miteinander?“2

Im zweiten Schritt liefert diese Sammlung Hinweise für die Entwicklung und Implementierung neuer Konzepte und Routinen. Weitere Ideen für einen gesundheitsförderlichen Umgang mit Vielfalt finden sich im IQES-Tableau (s. 80 Fragen des BuG-Screenings), in den IQES-Bänden (s. auch „IQES_Anwendungsbeispiele Vielfalt“ oder auch unter www.IQESonline.net.

Diese Sammlung wird im Laufe der Zeit, in welcher sich das Landesprogramm Bildung und Gesundheit mit dem Schwerpunktthema Vielfalt beschäftigt, fortlaufend von allen Beteiligten, d. h. den BuG-Schulen, den Koordinatorinnen und Koordinatoren und der Steuerungsgruppe ergänzt. Ideen dazu bitte an die Landeskoordinatorion senden: Landeskoordination@bug-nrw.de.

Grundlage für alle Überlegungen im Landesprogramm Bildung und Gesundheit ist immer die Definition der guten gesunden Schule:3 

Eine gute gesunde Schule verständigt sich über ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag, setzt ihn erfolgreich um und leistet damit einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie weist gute Qualitäten in folgenden Bereichen aus und sorgt für deren stetige und nachhaltige Verbesserung durch Schulentwicklung:

  • Pädagogische Wirkungen und Bildungs- und Erziehungserfolg
  • Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht
  • Gesundheitsbildung und -erziehung

Eine gute gesunde Schule gestaltet sich so, dass alle Beteiligten sich dort wohl fühlen und gut und erfolgreich arbeiten, lernen und leben können.

Dazu können unter anderem folgende Aspekte beitragen:

 

 

 

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  1. Vgl. Brägger, Gerold/Posse, Norbert: Instrumente für die Qualitätsentwicklung und Evaluation in Schulen (IQES) – Wie Schulen durch eine integrierte Gesundheits- und Qualitätsförderung besser werden können. – 2007, Bern: hep.
  2. Erbring, Saskia:  Inklusion: lösungsorientiert denken und handeln – Veränderungsprozesse gesund gestalten. In: nds 4-2015, S. 28 f.
  3. nach Brägger, Paulus, Posse in: Brägger/Posse ebd., Band 1, S. 37.