Relevante Evaluationsergebnisse 2009 – 2016

Die Ergebnisse der Evaluation des Landesprogramms der Jahre 2009 bis 2016 bestätigen die Wirksamkeit der konzeptuellen Ausrichtung des Programms. Aufgrund der Selbsteinschätzungen in den Schulen rücken grundlegende Aspekte der guten gesunden Schule, wie z. B. Transparenz, Partizipation, Wohlfühlklima, Teamarbeit, vermehrt in den Fokus der Schulentwicklung und verstärken das damit verbundene Problembewusstsein der Akteure positiv. Die Ergebnisse zeigen eine stringent positive Entwicklung hinsichtlich der Implementierung zentraler Elemente von Gesundheitsförderung und Prävention in den Schulalltag, wie z. B. Ernährung, Bewegung, Schulklima, Stressreduktion, Sicherheit. Besonders durch die kontinuierliche Nutzung der BuG-Screening-Ergebnisse für die interne Schulentwicklung und das datengestützte Initiieren gesundheitsförderlicher Maßnahmen verstärken sich Verständnis und Bewusstsein für wichtige Qualitätsprozesse.

Intensivierungsbedarf im Bereich der Qualitätsentwicklung liegt nach wie vor im gezielten Aufbau eigener schulinterner Evaluationsprozesse, u. a. durch die Nutzung von IQESonline. Zudem zeigen die Evaluationsergebnisse, dass in vielen Schulen langfristig angelegte Entwicklungspläne mit Kernelementen des Qualitätsmanagements, wie z. B. eine ressourcenorientierte Personalentwicklung, die Nutzung eines schulinternen Feedback- und Selbstevaluationssystems und die zielführende Steuerung von Qualitätsprozessen, nach wie vor fehlen.

In den im BuG-Screening durchaus positiv (selbst)eingeschätzten lehrerspezifischen Dimensionen „Unterricht“ und „Bildung und Lernprozesse“ hat die Teilnahme am Landesprogramm bislang wenig Weiterentwicklung bewirkt. Ein weiterer Evaluationsbefund zeigt, dass sich in nur wenigen Schulen die Unterrichtsentwicklung systematisch und konsequent am Konzept des Landesprogramms orientiert.

Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass es gelungen ist, mehr Schulen in die regionale Netzwerkarbeit einzubinden und diese auszubauen. Schulübergreifende Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Prävention werden aber bislang kaum initiiert.

Das Landesprogramm wächst kontinuierlich. Auffällig ist, dass Schulformen mit großen Systemen (Gesamtschulen und Berufskollegs) überdurchschnittlich und mit kleinen Systemen (Grundschulen) unterdurchschnittlich vertreten sind. Dadurch werden mit dem Landesprogramm zwar nur ca. 5 % aller Schulen in NRW (Stand Januar 2017), aber fast 9 % aller Schülerinnen und Schüler sowie fast 10 % aller Lehrkräfte potentiell erreicht.

Die Zwischenbilanz zeigt, dass das Landesprogramm Bildung und Gesundheit NRW etliche seiner weiterführenden Ziele erreicht hat.