Rollenverhandeln

Ziel:

Zur Klärung der unterschiedlichen Verhaltenserwartungen und zur Überbrückung der Interessengegensätze sollen die Rollen aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geklärt werden.

Durchführung:

Wir gehen dabei folgendermaßen vor:

  • Die Zielperson (also jeder) beschreibt ihre eigene Tätigkeit aus eigener Sicht (ihre Rolle, ihren Platz in der Gruppe, den Grund für die Existenz dieser Rolle, die Bedeutung für die Ziele der Gruppe, ihre besonderen Aufgaben und Verhaltensweisen).
  • Dann beschreiben die anderen Gruppenmitglieder der Reihe nach, wie sie die Tätigkeit der Zielperson sehen und welche Aufgaben sie auszuführen hat.
  • Danach gibt die Zielperson an, was sie von den anderen Gruppenmitgliedern an Zuarbeit benötigt, um die eigene Arbeit gut leisten zu können.
  • Anschließend geben alle Gruppenmitglieder der Reihe nach an, was sie an Zuarbeit von der Zielperson benötigen, um ihre Arbeit gut durchführen zu können.
  • Zum Schluß formuliert jede Zielperson ihr eigenes Rollenprofil:
    • eine Reihe von Tätigkeiten, die sich aus unverzichtbaren und sonstigen Elementen der Rolle ergeben;
    • die Verpflichtung der Rolle gegenüber jeder anderer Rolle;
    • die Erwartungen der anderen an die eigene Rolle.
  • Meine eigene Rolle in der Gruppe:
    • Welche Rolle habe ich in der Gruppe?
    • Wie steht sie im Zusammenhang mit anderen Rollen in der Gruppe?
    • Wozu gibt es diese Rolle in der Gruppe?
    • Welche Bedeutung hat sie für die Ziele der Gruppe?
    • Welche bedeutsamen Aufgaben habe ich?
    • Was kann ich besonders gut?
  • Die Sicht meiner Rolle und Aufgaben durch die anderen Teammitglieder:
    • (die anderen Gruppenmitglieder beschreiben, wie sie meine Tätigkeit sehen und welche Aufgaben ich ihrer Meinung nach auszuführen habe)
    • Meine Erwartungen an die Zuarbeit, die die anderen Teammitglieder leisten müssen, damit ich meine Arbeit gut leisten kann.
    • Die Erwartungen der Mitarbeiter in bezug auf das, was sie an Zuarbeit von meiner Seite benötigen, um ihre Aufgabe gut durchführen zu können.
  • Mein eigenes Rollenprofil:
  • eine Reihe von Tätigkeiten, die sich aus unverzichtbaren und sonstigen Elementen der Rolle ergeben;
  • die Verpflichtung der Rolle gegenüber jeder anderer Rolle;
  • die Erwartungen der anderen an die eigene Rolle.

Ulrich Barkholz / Georg Israel / Peter Paulus / Norbert Posse: Gesundheitsförderung in der Schule. Ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest 1997, S. 331 ff.