«Systemorientierte Unterrichtsentwicklung»

Horster, Kempfert und Rolff ( vgl. Horster / Rolff 2001 ; Kempfert / Rolff 1999 ) haben Konzepte pädagogischer Qualitätsentwicklung formuliert, in deren Zentrum Unterrichtsentwicklung steht. Sie gehen davon aus, dass Unterricht zu komplex ist, um ihn technologisch linear steuern zu können. Daher bildet die Analyse individueller und kollektiver Deutungsmuster den zentralen Ansatzpunkt in diesem Konzept. Unterrichtsentwicklung kann dann diagnosegeleitet und maßgeschneidert für indizierte Entwicklungsschwerpunkte an der einzelnen Schule gestaltet und in Prozesse der Organisationsentwicklung einbezogen werden.

Eine zentrale Stärke dieses Ansatzes liegt darin, dass er subjektive Theorien der handelnden Personen ernst nimmt, und in den Selbststeuerungsmöglichkeiten der einzelnen Schule. Andererseits handelt es sich um ein sehr formales Steuerungsmodell mit sehr langen Handlungsketten.