Fazit

Ausgangs - und Endpunkt einer vollständigen Qualitätsentwicklung sind die jeweils handelnden Individuen. Die Einbindung in systemische Kontexte, die Ebenen der Organisations- und Teamentwicklung sind vernetzt zu berücksichtigen und in ihrer Vernetzung auch notwendige Gelingensbedingungen für Qualitätsverbesserung.

Im Zentrum der Bemühungen steht aber die handelnde Person. Was die Schülerseite angeht, so ist es, gestützt auch durch neuere lernpsychologische und neurobiologische Erkenntnisse, bereits Konsens, dass Lernen ein hoch individueller, nicht von außen direkt steuerbarer Prozess ist. Für die Lehrerseite wird der Aspekt der Individualisierung des Lehrens eher tabuisiert, da die Vereinzelung des Lehrers am Arbeitsplatz berechtigterweise in allen Studien kritisiert wird. An dieser Stelle soll auch nicht der Fortschreibung der Vereinzelung das Wort geredet werden. Vielmehr wird die Reflexion, Verantwortung und Rechenschaftslegung des Einzelnen in Verbindung mit der Einbindung und Unterstützung auf der Organisations- und Teamebene als Voraussetzung für gelingende Unterrichtsentwicklung gesehen, vor allem aus salutogenetischer Perspektive.

Nur wenn die einzelne Lehrerin, der einzelne Lehrer davon überzeugt ist, dass sich die Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und Bewältigbarkeit im alltäglichen Unterrichtshandeln durch eigene Fortbildungsanstrengungen besser gestalten lässt, werden sie sich um nachhaltige Verbesserungen bemühen.