Schüler als Busbegleiter im Kreis Unna

Das Projekt "Schulbusbegleiter|innen im ÖPNV" ist ein Baustein unseres Sicherheits- und Servicekonzeptes.

Aufgaben der Schüler als Busbegleiter:

Schulbusbegleiter|innen sollen ihren meist jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern bei den täglichen Fahrten zur Schule zur Seite stehen. Sie sind durch Namensschilder bzw. Ausweise des Verkehrsunternehmens als Schulbus- bzw. als Fahrgastbegleiter zu erkennen.

Schülerinnen und Schüler, die sich für diese ehrenamtliche Tätigkeit zur Verfügung stellen, können in Bussen und Bahnen und soweit wie möglich auch an Haltestellen verschiedene Aufgaben wahrnehmen

  • Achtgeben auf jüngere Schüler, die beim Busfahren noch unsicher sind
  • Streit schlichten, Konfliktsituationen entschärfen
  • Hilfestellungen geben, Vorbildfunktion ausüben, Ansprechpartner sein
  • Beschädigungen und Schmierereien (Vandalismus) vermeiden
  • Verhindern, dass durch falsches Verhalten (z. B. stoßen und drängeln an Haltestellen, aufstehen oder "nicht festhalten" im Bus) Unfälle entstehen

Wie kann man Schulbusbegleiter|in werden?

Die potentiellen Schulbusbegleiter|innen werden durch ihre Schule angesprochen.
Grundsätzlich sollte diese ehrenamtliche Tätigkeit in eine schulische Arbeitsgemeinschaft (AG) eingebunden werden. Durch diese Vorgehensweise sind regelmäßige Treffen unter pädagogischer Leitung gewährleistet, in denen Problemfälle diskutiert und Hilfestellungen gegeben werden können.

Vorbereitung auf die Tätigkeit:

Im Rahmen der Vorbereitung auf die Tätigkeit als Schulbusbegleiter|in sollten folgende Maßnahmen durchgeführt werden

  • Streitschlichtungstraining (Mediation), Kommunikationstraining (verbale| nonverbale Kommunikation, Gesprächsführungstechniken, Körpersprache, aktives Zuhören) in der Schule
  • Einholen von Informationen über die Sicherheitseinrichtungen und Gefahrenbereiche in Bussen sowie entsprechende Verhaltensmaßnahmen von den Verkehrsunternehmen
  • Deeskalationstraining (Wahrnehmungs- und Vertrauensübungen sowie praktische Deeskalationsübungen in Form von Rollenspielen) in der Kreisverwaltung

Konzeption des Projektes:

Die Konzeption des Projektes ist nicht auf eine Stadt oder eine bestimmte Linie ausgerichtet. Sie bezieht sich, in der Anfangsphase, auf eine Schule mit ihrem jeweiligen Einzugsbereich, das unter Umständen mehrere Gemeinden und auch Verkehrsunternehmen umfasst.

Nach erfolgreichem Start kann ein kreisweites Netzwerk von Schulbusbegleitern|innen aufgebaut werden.
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Koordinierung des Projektes

Wir, als Koordinierungsstelle für  Planungsaufgaben des Kreises Unna, bieten zum einen ein Deeskalationstraining an und zum anderen koordinieren wir die generellen Verfahrensschritte und bringen die lokalen Beteiligten (Schulen und Verkehrsunternehmen) zusammen.

Ziele des Projektes

Dieses Projekt fördert ehrenamtliche Tätigkeiten
Sorgt für einen pädagogischen Lerneffekt  
Schafft notwendige Sicherheitsqualitäten
Das objektive und subjektive Sicherheitsgefühl wird verbessert. Es findet automatisch eine bewusste soziale Kontrolle im oft vernachlässigten "schulischen ÖPNV" statt.

Quelle und weitere Informationen zum Projekt: www.kreis-unna.de/startseite/politik-amp-verwaltung/verwaltung/koordinierungsstelle-fuer-planungsaufgaben/verkehr/bus-und-bahn/schueler-als-busbegleiter.html