Projekt Busbegleiter

Großraum-Verkehr Hannover

Busbegleiter sollen für eine entspanntere Atmosphäre während der Fahrt sorgen, Rangeleien und Streitereien zwischen Schülern verhindern helfen. Sie tragen damit erheblich zur Verbesserung des Fahrkomforts bei. Nicht nur die Schüler selbst, sondern auch Fahrpersonal und erwachsene Fahrgäste profitieren von Ihrem Engagement.
Erfahrungen der RegioBus und auch anderer Verkehrsunternehmen haben gezeigt, dass Jugendliche potenziell eher in der Lage sind Konfliktsituationen unter Altersgenossen zu entschärfen. Anders als Erwachsene agieren sie auf gleicher Augenhöhe mit den streitenden „Parteien“.
 
Ausbildung
Bestandteil der intensiven Schulungen durch RegioBus-Mitarbeiter  waren Trainingseinheiten zum Verhalten in Konfliktsituationen, Streitschlichtung, Rollenspiele und das Erlernen aktiven Zuhörens, um später in Problemsi-tuationen im Bus vermittelnd oder schlichtend einschreiten zu können. Immer mindestens zwei Busbegleiter werden auf einer Fahrt eingesetzt. Jeder Busbegleiter ist sichtbar mit einem Ausweis des Unternehmens ausgestattet und von daher auch als solcher für alle anderen Schüler im Bus erkennbar. Busbegleiter sollen sich nicht in gefährliche Situationen begeben, sondern im „Ernstfall“ externe Hilfe in Anspruch nehmen.  Für die Busbegleiter lohnt sich ihr ehrenamtliches Engagement: Durch die Aufgabe erwerben sie soziale Kompe-tenz. Sie erhalten einen Vermerk im Zeugnis sowie ein Zertifikat zur Bestätigung der absolvierten Schulungen.
 
Entstehung
Bei der RegioBus wird sich seit Langem intensiv mit dem Thema gewaltfreie und sichere Schülerbeförderung beschäftigt. In diesem Kontext wurde das Projekt „Busbe-gleiter“ Mitte 2003 initiiert. Das dem Projekt zugrunde liegende Konzept zielt vor allem darauf ab, Gefahren auf dem Schulweg in öffentlichen Verkehrsmitteln zu minimieren und den Fahrkom-fort, d.h. die Qualität der Beförderung für alle Fahrgäste erheblich zu steigern. Im Mai 2003 startete das Pilotprojekt am Schulzentrum Süd in Springe. Mittlerweile sind über 20 Schulen an zehn Schulzentren in sieben Kommunen mit dabei. Über 650 Jugendliche wurden seitdem ausgebildet.
 
Ergebnisse und Ziele
Dort, wo die Busbegleiter schon länger im Einsatz sind, ist tatsächlich eine wesentliche Verbesserung des „Klimas“ festzustellen. Die bloße Anwesenheit der Busbegleiter und ihr freundliches und sicheres Auftreten wirkt sich auf potenzielle Störenfriede oder Streithähne offensichtlich abschreckend aus.
Positiver Nebeneffekt: ein merklicher Rückgang von Vandalismusschäden. Zusätzlich verbesserte sich die Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und der RegioBus.
 
Perspektive
Das Projekt basiert insgesamt auf einem kontinuierlichen Ansatz.  Um den dauerhaften Einsatz der Busbegleiter zu gewährleisten, müssen jedes Jahr weitere Schulungen mit nachrückenden Achtklässlern durchgeführt werden.
 
Quelle und mehr Informationen www.surfing-gvh.de/busbegleiter.html