Qualität der Schulleitung

Gleichzeitig mit - aber unabhängig von - der Entwicklung des Programms „Gesundheitsteams" wurden die Schulen der Stadt Bern schrittweise zu „geleiteten teilautonomen Schulen" transformiert, mit höherer Kompetenz der Schulleitungen nicht nur in administrativer, sondern auch in pädagogischer Hinsicht. Die Schulleitungen wurden entsprechend geschult und mit größeren Ressourcen ausgestattet. Einzelne Schulleitungen empfanden diesen Übergang aber als schwierig und die zusätzlichen Ressourcen als ungenügend.

Die aus Abbildung 1 ersichtliche Verschlechterung des Schulklimas zwischen 1998 und 2002 betraf nicht alle Schulen gleichmäßig, und es wurde vermutet, dass neu aufgetretene Führungsprobleme in einzelnen Schulen für die Verschlechterung verantwortlich sein könnten.

Mit Hilfe der Daten des „Organisations-Klimainstruments" (Bessoth u. a. 1997) im Lehrerfragebogen wurde die Etikette „Führungsproblem" folgendermaßen definiert:

  • Dimensionen des Schulleitungsverhaltens um mehr als 10 % schlechter als die Dimensionen des Lehrerverhaltens und / oder
  • Schulleitungsverhalten 2002 um mehr als 10 % schlechter als 1998.


Auf diese Weise wurden fünf Schulen mit Verdacht auf ein Führungsproblem identifiziert. In diesen Schulen hatte sich das Schulklima aus der Sicht der Achtklässlerinnen und Achtklässler zwischen 1998 und 2002 in der Tat durchschnittlich um ganze 2.4 Einheiten verschlechtert, in den übrigen Schulen nur um 0.15 Einheiten (p = 0.014).