Schulfreiflächen sind Kooperationsprojekte

Jede einzelne Schule ist jedoch eingebunden in ein Beziehungsgeflecht unterschiedlicher Personen und Institutionen. Keiner der Akteure, vom Schüler bis zur Elternpflegschaft, von der Feuerwehr bis zum Grünflächenamt, von der Schulleitung bis zur Politik wird die Gründe für die lebendige Gestaltung in Abrede stellen. Doch alle haben zusätzlich einen eigenen Blickwinkel, eine eigene Zuständigkeit, eine eigene Auffassung. Räumliche Bedingungen, Haushaltssituation, Brandschutz, subjektives Sicherheitsempfinden, pädagogische Zielsetzungen, Aufsichtstraditionen, Pflege- und Unterhaltungsanforderungen u.ä. schränken damit die Handlungsspielräume tatsächlich oder scheinbar ein. Gestaltung von schulischen Freiflächen erfordert beim Neubau, insbesondere aber bei Veränderung im Bestand mit eingespielten Schulabläufen immer die Einbindung aller Akteure. Gestaltung von schulischen Freiflächen wird dadurch zum Kooperationsprojekt, das ohne die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen nicht zu realisieren ist. Damit geht es nicht nur um „Was zeichnet ein gutes und gesundes Schulgelände aus?", sondern „Wie entsteht es oder wie sieht der organisatorische Rahmen für ein gutes und gesundes Schulgelände aus?"

Vermeintliche „Kleinigkeiten" wie Anhängerkupplungen zwischen den Waggons einer Spieleisenbahn auf dem Schulhof werden dann zur Messlatte für das Gelingen von Projekten. Denn es muss einen Rahmen gegeben haben, in dem vielfältige Ideen entstehen konnten; jemand muss die konkrete Idee entwickelt haben, für diese Idee muss sich eine Lobby gefunden haben. Die Idee ist ernst genommen worden und hat die erforderlichen komplexen Finanzierungs- und Genehmigungsschritte überlebt. Es ist eine technische Lösung gefunden und fachkundig umgesetzt worden. Und nicht zuletzt erfüllt die realisierte Idee im Schulalltag ihre Funktion.

Vorbereitung

  • räumlichen, finanziellen und organisatorischen Projektrahmen abklären
  • unterschiedliche Akteure im Projektumfeld ermitteln und beteiligen
  • Projektabläufe abklären und vorbereiten


Planungsbeteiligung


  • Beteiligung und Schritte mit den Akteuren konzipieren
  • Beteiligung ankündigen
  • Beteiligung gemeinsam durchführen
  • Begleitende Aktionen
  • Ergebnisse dokumentieren


Planung

  • Konkretisierung der Ergebnisse in Form einer Entwurfsplanung


Planinformation

  • Vorstellung der Planung


Abstimmung

  • Beschlüsse
  • fachliche Abstimmung


Warteinformation, Warteaktion

  • Überbrückung von Wartezeiten
  • Aktionen


Vorbereitung der Umsetzung

  • planerische Vorbereitung der Bauleistungen
  • Abklärung des Umfangs der Umsetzungs- und Finanzierungsbeteiligung


Umsetzung

  • bauliche Umsetzung


Umsetzungsbeteiligung

  • Beteiligung mit den Akteuren arbeitsteilig vorbereiten
  • Beteiligung ankündigen
  • Beteiligung gemeinsam durchführen
  • Ergebnisse feiern


Fertigstellung

  • Abnahme
  • Einweihung


Nutzung und Wartung

  • Betreuung
  • Unterhaltung