4.1 Kommunikative Maßnahmen

Kommunikative Maßnahmen zielen auf die Förderung und Stärkung der individuellen Handlungskompetenz der jeweiligen Zielgruppe. Dies kann sowohl auf primär- wie auf sekundärpräventiver Ebene erfolgen. Über die adäquate Vermittlung suchtspezifischer Sachinformationen hinaus geht es dabei z.B. um die Entwicklung der folgenden Fähigkeiten auf Seiten der Heranwachsenden:

  • Probleme und Konflikte bearbeiten und lösen zu können
  • Befriedigende Kontakte zu anderen Menschen aufbauen zu können
  • Mit Enttäuschungen und Versagungen fertig werden zu können
  • Kritisch zu konsumieren und damit die Voraussetzungen zum genussvollen Umgangmit Konsumangeboten zu schaffen (vgl. Hallmann 1999).

Die kommunikativen Maßnahmen finden auf der Unterrichtsebene, in der Beratung von Schülerinnen und Schülern bei Problemlagen, in Elternberatungen, Beratung der Schulleitungen und der kollegialen Beratung in Fragen der schulischen Suchtprävention statt.

Die Wirkung der kommunikativ ausgerichteten Primär- und Sekundärprävention ist langfristig davon mit abhängig, inwieweit kommunikative Maßnahmen durch strukturelle Präventionsmaßnahmen begleitet werden bzw. in diese eingebettet sind.