Auf dem Weg zur Inklusion - eine "Kultur des Behaltens"

Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Ziel der Inklusion ist es, das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderungen als gesellschaftliche Normalform zu etablieren. Darüber herrscht im Grundsatz auf politischer und gesellschaftlicher Ebene Einigkeit. Eine „Kultur des Behaltens“ zu entwickeln und zu leben, ist eine Herausforderung. Aber worum geht es beim Thema „Inklusion“ eigentlich?
Inklusion ist ein Schlüsselbegriff, der eine humane Gesellschaft kennzeichnet, die Verschiedenheit anerkennt und annimmt und auf einen gesamtgesellschaftlichen werteorientierten Grundkonsens zielt. Kurz: Sie ist ein Aushängeschild für einen modernen Staat.
Auf dem Weg zu einem grundsätzlichen Konsens beim Thema Inklusion gab und gibt es in Deutschland intensive Diskussionen auf allen Ebenen der Gesellschaft. Diese wird es auch in Zukunft geben. Schul- und Kommunalpolitik, Bürger, Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler ringen mit hohen Emotionen und viel Engagement miteinander, in welcher Form die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention mit dem Ziel, ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, umgesetzt werden soll.
Es ist schon ein großer Schritt, dass ein auf den ersten Blick rein pädagogisch erscheinendes Thema in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird.

  • Bekenntnis zum inklusiven Bildungssystem
  • Paradigmenwechsel hin zu mehr Gleichberechtigung und Selbstbestimmung
  • Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für Nordrhein-Westfalen
  • Umsetzung erfordert zweigleisige Strategie
  • Eckpfeiler eines landesweiten Inklusionsplanes entwickeln
  • Inklusives Bildungsangebot in jedem Bildungsgang
  • Orientierung über schulische Angebote vor OrtMehr gemeinsames Lernen – schon jetzt!
  • Inklusion beginnt in den Köpfen

 Aus: Schule NRW 03/11