Gute gesunde, Schule durch eine integrierte Gesundheits - und Qualitätsentwicklung

Es scheint also nicht mehr auszureichen, das Erfahrungswissen aus den Bereichen der pädagogischen Systeme selbst ( oder das biografische Wissen über Schule unserer Bildungspolitiker ) zu nutzen, sondern erfolgversprechender ist es, die Kenntnisse und Erfahrungen für die Entwicklung von Schulen einzusetzen, die theoretisch begründet und empirisch fundiert in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Menschen und in wettbewerbserprobten Organisationen zum Einsatz kommen. Die einzelne Schule bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags mit diesem Wissen zu unterstützen ist die aktuelle Orientierung verschiedener Netzwerk - Programme zum Thema «Bildung und Gesundheit».

Dieses Grundverständnis, die Qualität der Schule durch die systematische Nutzung des bislang gesammelten Wissens über Gesundheits - und Leistungsförderung zu steigern, haben die miteinander kooperierenden Programme,8 aufgegriffen und sich auf die folgende gemeinsame Sicht verständigt:

Eine gute und gesunde Schule verständigt sich über ihren Bildungs - und Erziehungsauftrag (schafft gemeinsame Überzeugungen und Werte) und setzt ihn erfolgreich dadurch um, dass sie

  • bei allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft (Lehrpersonen wie Schülerinnen und Schülern) Kompetenzen und Haltungen fördert, die ihre Bereitschaft zum lebenslangen Lernen stärken und sie befähigt, in einer sich verändernden Gesellschaft ein erfolgreiches und gesundes Leben zu führen.
  • bei der Gestaltung der Prozesse und Rahmenbedingungen ( Lehr - und Lernprozesse, Entwicklung des Schulklimas, Schulführung und Zusammenarbeit, Qualitätsmanagement ) konsequent die Prinzipien der Gesundheitsförderung (Partizipation, Transparenz, Orientierung an der Saluto genese) anwendet.

Hierdurch leistet die Schule gezielt einen Beitrag zur Qualität der Schul- und Unterrichtsprozesse, zur Förderung der Lern - und Leistungsfähigkeit der Lehrpersonen und der Schülerinnen und Schüler und letztendlich zur Steigerung von Zufriedenheit und Wohlbefinden aller an der Schule Beteiligten ( Schulleitung, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, nicht unterrichtendes Personal ).

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8 Diese Definition wurde auf einem gemeinsamen Treffen der drei Kooperationspartner Anschub.de der Bertelsmann Stiftung, Netzwerk «bildung + gesundheit» der Schweiz und OPUS NRW, Netzwerk Bildung und Gesundheit in Sigriswil erarbeitet.