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Landesprogramm Bildung und Gesundheit

Grundlagentext

Gestaltung von schulischen Freiflächen

Martina Hoff, Landschaftsarchitekturbüro Hoff, Essen

Kongress Gute und gesunde Schule, 15 + 16. November 2004 in Dortmund

Pizzabude und Raumschiff - hinter spektakulären Schülerwünschen verbirgt sich oft ganz unspektakulär mal eine thekenförmige Astgabelung, mal eine Höhle im Gebüsch. Trotzdem erscheinen Spielflächen, Aufenthaltsbereiche, Sport und Bewegung auf den Flächen rund um die Schule angesichts knapper Kassen leicht als unnötiger Luxus. Schülerinnen und Schüler brauchen lebendige Schulgelände. Die Ziele sind:

  • Konzentration und Entspannung
    eine entspannte Pause ist Voraussetzung für Konzentration im Unterricht
  • lebendiger Unterricht
    viele Inhalte lassen sich im Schulgelände praxisnah und anschaulich vermitteln
  • Bewegungssicherheit
    attraktive Spiel- und Bewegungsräume wirken Bewegungsdefiziten von Schülerinnen und Schülern entgegen, indem sich Körperbewusstsein und Körpererfahrung entwickeln
  • Konfliktvermeidung
    konfliktarme Aufenthaltsräume entstehen durch altersgerechte Angebote, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen entsprechen
  • Gewaltprävention
    Gewalt gegen Personen und Sachen geht zurück, wenn Schülerinnen und Schüler in die Planung und Gestaltung unmittelbar einbezogen sind und dadurch Identifikation mit der Schule entsteht
  • Selbstbewusstsein
    die Erfolge bei praktischer Mitarbeit in konkreten Projekten fördern Schülerinnen und Schüler in ihren Fähigkeiten und unterstützen sie in der Entwicklung von Selbstbewusstsein
  • Nachhaltigkeit
    prozessorientierte, partizipative Herangehensweisen machen Projektergebnisse unabhängig von kurzfristigen Perspektiven

Die Investition in ein lebendiges Schulgelände lohnt sich also aus vielfältigen Gründen. Lebendige Schulgelände sind von außen sichtbares Signal einer guten und gesunden Schule.