Zur Navigation springenZum Inhalt springen

Landesprogramm Bildung und Gesundheit

Weitere Beiträge

Auch Lehrer müssen sich wohl fühlen

Prof. Dr. Bernhard Sieland

Auch Lehrer müssen sich wohl fühlen

Der Titel klingt wie ein Auftrag oder Befehl zum Wohlfühlen. Geht das überhaupt? ... Können und sollen LehrerInnen aktiv für ihr Wohlbefinden sorgen? Ist es ein Berufsrisiko von LehrerInnen, ihr berufliches Wohlbefinden zu riskieren? Brauchen sie vielleicht eine besondere Kompetenz, mit Gefühlen bei sich und anderen umzugehen (vgl. Sieland 1992)? Wie immer sind die eigentlichen Fragen viel komplexer. ...

Lehrergesundheit fördern

Lehrergesundheit fördern
Prof. Dr. Bernhard Sieland
Ist die Titelfrage nicht schon im Ansatz falsch gestellt? Geht es schon wieder zuerst um Selbsthilfe damit die teuere Verbesserung der Rahmenbedingungen aufgeschoben werden kann? ....... Ja, die Titelfrage ist einseitig - aber keineswegs falsch gestellt. Die Frage nach der Verhältnisprävention ist ebenso notwendig und wird in dieser Ausgabe von anderen Autoren behandelt. Die Verhaltensprävention als selbstverantwortliche und kollegiale Vorsorge zur Förderung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit ist ein unverzichtbarer Schritt.

Lehrergesundheit, Baustein einer guten gesunden Schule

Lehrergesundheit, Baustein einer guten gesunden Schule

Schumacher, Sieland, Nieskens und andere

Laut Versorgungsbericht der Bundesregierung (2001) erreichen 72 % aller Lehrerinnen und Lehrer1 krankheitsbedingt nicht die Regelaltersgrenze. Ca. 50 % der krankheitsbedingten vorzeitigen Pensionierungen erfolgen aufgrund von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen (WEBER, WELTLE & LEDERER, 2003).

Studien zur Lehrergesundheit belegen die starke psychische Beanspruchung durch die Lehrertätigkeit (z.B. SCHÖNWÄLDER, BERND, STRÖVER & TIESLER, 2003). SCHAARSCHMIDT (2004) konstatiert, dass sich für den Lehrerberuf bei den psychischen Belastungen im Vergleich mit

anderen Berufen die kritischsten Beanspruchungsverhältnisse finden. Zusammenfassend zeigen die Befunde, dass bei vielen Lehrkräften die Ausübung des Lehrerberufs auf Dauer zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit und Leistung führt.

Betriebliche Gesundheitsförderung - Was kann auf die Schule übertragen werden?

Betriebliche Gesundheitsförderung

Bernhard Badura,
Fakultät für Gesundheitswissenschaften,
Universität Bielefeld
Die Gesundheit der Menschen kann aus soziopsychosomatischer Sicht sowohl als Voraussetzung wie auch als Ergebnis der Wechselwirkungen zwischen Person, Verhalten und Umwelt begriffen werden. Im Kern geht es um ein Verständnis salutogener Situationsbewältigung, genauer um Verständnis und Erschließung gesundheitsförderlicher Potentiale in der Person, in ihrer Umwelt und in ihrem Verhalten.
Insbesondere Stressforschung und Sozialepidemiologie legen ein neues Gesundheitsverständnis nahe, in dem Gesundheit als Ergebnis einer kontinuierlichen Auseinandersetzung zwischen Mensch und Umwelt begriffen wird.

Psychische Belastungen im Lehrerberuf

Psychische Belastungen im Lehrerberuf,
Uwe Schaarschmidt

Lehrerinnen und Lehrer beklagen eine stetige Zunahme ihrer Aufgaben bei gleichzeitiger Verschlechterung der Bedingungen, wobei Verhaltensprobleme der Schüler und nachlassende Unterstützung durch die Eltern eine besondere Rolle spielen. Es scheint dringend geboten, der psychischen Gesundheit in diesem Beruf stärkere Aufmerksamkeit zu schenken. In mehrfacher Hinsicht ist diese Frage von Relevanz: Zum einen geht es um die Lebensqualität ...

Bewältigung psychischer Anforderungen durch Lehrkräfte

Bewältigung psychischer Anforderungen durch Lehrkräfte
(Information über ein Forschungsprojekt an der Uni Potsdamm)
Uwe Schaarschmidt, Helga Arold, Ulf Kieschke

Die bisherigen Ergebnisse weisen auf deutliche Differenzierungen in der Beanspruchungssituation mit klar ausweisbaren Schwerpunkten hin. Einerseits gibt es Gemeinsamkeiten bezüglich geschlechts- und altersabhängigen Verteilungen der vier Grundmuster. Andererseits gibt es bemerkenswerte Populationsunterschiede. Insgesamt weisen die Ergebnisse jedoch auf einen hohen Prozentsatz von Lehrkräften hin, die den beiden Risikomustern (A und B) zuzuordnen sind, was die Dringlichkeit von Bemühungen im Sinne der Gesundheitsförderung unterstreicht.

Gesundheitsbelastungen im Lehrerberuf

Gesundheitsbelastungen im Lehrerberuf
PRiGES Informationsmedien für das Gesundheitswesen
Ilka Eigenwillig 
http://www.priges.de/

Aus medizinischer Sicht wird bereits zwischen mehreren Krankheitsbildern, die durch zu hohe Belastungen des Lehrerberufes hervorgerufen werden, unterschieden. So wird beispielsweise von Innerer Kündigung als eigenständiger Diagnose gesprochen ebenso wie vom Burnout-Syndrom oder der Dienstunfähigkeit, wobei zusätzlich zwischen rechtlichen und medizinischen Aspekten unterschieden werden muss (Jehle 2001). Alle Befunde, so unterschiedlich sie auch sein mögen, haben selbstverständlich eine Vorgeschichte.

Grundlegender Wandel des Gesundheitsverständnisses

Grundlegender Wandel des Gesundheitsverständnisses

Ulrich Barkholz, Georg Israel, Peter Paulus, Norbert Posse: Gesundheitsförderung in der Schule. - Ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest 1997

Wenn wir heute über Gesundheit sprechen, tun wir dies unter einer veränderten Perspektive und in einem erweiterten Verständnis. Zu dieser veränderten Perspektive hat massgeblich die Ottawa-Charta der Gesundheitsförderung beigetragen, die 1986 auf der 1. Konferenz zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitskonferenz (WHO) in Ottawa (Kanada) verabschiedet worden ist .

Lehrergesundheit - eine individuelle, kollegiale und systematische Aufgabe

Lehrergesundheit - eine individuelle, kollegiale und systematische Aufgabe      
Dipl.-Psych. Helmut Heyse (ehem. Leiter des Projektes Lehrergesundheit Rheinland-Pfalz)

Gesundheitsfaktoren im Lehrberuf

Gesundheitsfaktoren im Lehrberuf
Ulrich Barkholz, Georg Israel, Peter Paulus, Norbert Posse: Gesundheitsförderung in der Schule.
Wenn ich mit mir in der Schule gesundheitsförderlicher umgehen möchte, wird es mir helfen, wenn ich mir über verschiedene Dinge Klarheit verschaffe. Es wird mir nützen, wenn ich weiß, ...

Gesundheitsfaktoren im Lehrberuf - Orientierungswissen

Gesundheitsfaktoren im Lehrberuf - Orientierungswissen
Ellen Wilke in: Ulrich Barkholz / Georg Israel / Peter Paulus / Norbert Posse: Gesundheitsförderung in der Schule. Ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer.
Das Modul "Gesundheitsfaktoren im Lehrberuf"  informiert in Form eines kurzen Berichtes zum Stand der Forschung.
Über den Einblick in die gesundheitliche Situation der Lehrerinnen und Lehrer soll es dazu beitragen, ein umfassendes und realistisches "Gesundheits-Bild" der beruflichen Situation zu bekommen.

Das professionelle Selbst

Das professionelle Selbst (PowerPoint)

Unter „Selbst" soll ein dem Bewusstsein zugänglicher Kern der Person verstanden werden, von dem aus diese ihre eigene Sicht der Dinge und ihre Entwicklung organisiert. Das Selbst entsteht in der Interaktion mit anderen und in der praktischen Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen.
Prof. Dr. Karl-Oswald Bauer, Universität Osnabrück

Freiburger Studie zur Lehrergesundheit

Freiburger Studie zur Lehrergesundheit,
Prof. Dr. Joachim Bauer, 2008

Wichtigste Erkenntnis des Projektes: Der entscheidende Ansatz zur Verbesserung der Situation an den Schulen liegt nicht in neuen Leistungsstandards, sondern in Hilfestellungen, die zu einer Verbesserung der innerschulischen Beziehungsgestaltung führen. Angesichts einer verheerenden Situation bei der Schülergesundheit und eines wachsenden Anteils verhaltensgestörter Schülerinnen und Schüler muss die Qualifikation von Lehrerinnen und Lehrern verbessert werden, mit schwierigen psychologischen Situationen umzugehen. Dies geht nicht ohne eine verstärkte Zusammenarbeit der Eltern mit der Schule. Hier muss es zu einem Wandel der Einstellung kommen. Für Lehrer hilfreich sind nach der Erfahrung des Freiburger Projekts vor allem Coachinggruppen, in denen der Umgang mit schwierigen interpersonellen Situationen thematisiert und eine entsprechende Qualifikation entwickelt werden kann.

Berufliche Belastungen und Belastungsreaktionen früh- versus alterspensionierter Lehrkräfte in der Retrospektive,

Helmut Heyse, Günter Krampen, Gabriel Schui, Margrit Vedder

An Fragebogenerhebungen beteiligten sich 419 frühpensionierte (Fragebogenrücklauf: 58%; auswertbar 383) und 129 alterspensionierte Lehrkräfte (Fragebogenrücklauf: 63%; auswertbar 119). Signifikante Gruppenunterschiede zeigen sich in der für den Pensionierungszeitpunkt erinnerten und in der aktuellen Belastung durch Beschwerden zu Ungunsten der Frühpensionierten. Sie erinnern darüber hinaus für die letzten fünf Dienstjahre stärkere Stress-Symptome, höhere und belastendere berufliche Anforderungen, stärkeren beruflichen Stress durch allgemeine Arbeitsbedingungen,

Schülerverhalten und Elternschaft sowie eine negativere Bewertung der eigenen Berufstätigkeit als die Alterspensionierten.

Stresserleben am Arbeitsplatz Schule

Stresserleben am Arbeitsplatz Schule,
Rudolf Fidler
Zusammen mit den sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Funktionen und Belastungen von Lehrern gerieten auch deren problematische Wahrnehmungs- und Bewältigungsstrategien in den Blickpunkt des Interesses.

Tagesstrukturen und Angebote

Tagesstrukturen und Angebote

Gerade vor dem Hintergrund sich wandelnder gesellschaftlicher Verhältnisse und dem Ausbau des schulischen Ganztags gewinnen die in Schulen durchgeführten Angebote der Tagesgestaltung an Bedeutung. Gute gesunde Schulen fassen dies als Chance auf, die individuellen Bedürfnisse und Kompetenzen sowohl der Schülerschaft als auch des Kollegiums in den Blick zu nehmen. Hierzu werden gemeinsam passende Angebote entwickelt, die allen Akteuren passende Lern-, Erholungs-, Bewegungs- und Entlastungsofferten unterbreiten.

Kooperation und Teamarbeit

Kooperation und Teamarbeit

Eng damit verbunden sind Strukturen, die die Zusammenarbeit im Kollegium, mit der Schülerschaft, den Eltern und externen Partnern verbessern. Gute gesunde Schulen betrachten Kooperation nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern ermöglichen den Mitgliedern der Schulgemeinschaft mit ihren schulspezifischen Kooperationsstrukturen sinnvolle Entlastung und den Aufbau von Ressourcen.