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Landesprogramm Bildung und Gesundheit

Ergebnisse der 1. Programmphase

III. Ergebnisse der 1. Programmphase

Die Ergebnisse der Evaluation aus der ersten Phase des Landesprogramms (2009 bis 2013) bestätigen die Wirksamkeit der konzeptuellen Ausrichtung des Programms. Aufgrund der Selbsteinschätzungen in den Schulen haben sich insbesondere durch die Auseinandersetzungen mit der Leitidee der guten gesunden Schule die allgemeinen Einstellungen zur Thematik und das damit verbundene Problembewusstsein positiv entwickelt. Auch zeigt sich, dass Schulen im Verlauf ihrer Beteiligung konkrete Veränderungen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention einleiten (z.B. Training Emotionaler Kompetenzen bei Lehrkräften, Bewegungs- und Ernährungsangebote für Schülerinnen und Schüler, Arbeitszeit- und Pausengestaltung usw.) und praxisnahe Unterrichtsbausteine zum Thema Gesundheit entwickeln. Zudem erhöht  sich ihr Qualitätsbewusstsein und sie initiieren in stärkerem Maße  Aktivitäten zur gesundheitsgerechten Qualitätsentwicklung der Schule (Nutzung von IQESonline zum Aufbau schulinterner Evaluationssysteme, Nutzung der BuG-Screening-Ergebnisse für die Schulentwicklung usw.). Allerdings gibt es nach wie vor Intensivierungsbedarf.

So zeigen die Evaluationsergebnisse auch, dass in vielen Schulen noch langfristig angelegte Schulentwicklungspläne mit wesentlichen Elementen des Qualitätsmanagements wie einer ressourcenorientierten Personalentwicklung, dem Aufbau eines schulinternen Feedback- und Selbstevaluationssystems und der zielführenden Steuerung von Qualitätsprozessen fehlen.

In den im BuG-Screening durchaus positiv (selbst)eingeschätzten „lehrerspezifischen“ Dimensionen „Unterricht“ und „Bildung und Lernprozesse“ hat die Teilnahme am Landesprogramm bislang erst wenig Weiterentwicklung bewirkt. Dies ist mit einem weiteren Evaluationsbefund zu erklären, nach dem sich in nur wenigen Schulen die Unterrichtsentwicklung systematisch und konsequent am Konzept des Landesprogramms orientiert.

Die Evaluationen des Landesprogramms in der ersten Phase zeigen ein Drittes: Nur wenige Schulen nutzen den Austausch in den regionalen/lokalen Netzwerken oder können den Gewinn der Beteiligung konkret benennen.

Insgesamt hat das Landesprogramm Bildung und Gesundheit in der ersten Programmphase etliche seiner Ziele erreicht, jedoch gibt es nach wie vor Handlungsbedarf, den das Konzept für die zweite Programmphase berücksichtigt.