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Landesprogramm Bildung und Gesundheit

Landesprogramm „Bildung und Gesundheit" (BuG) Förderrichtlinien für Schulen

Seitenübersicht

I. Grundsätze

II. Zuwendungszweck

III. Teilnahmevoraussetzungen

IV. Gegenstand der Förderung

V. Manual zum Antragsverfahren

VI Kriterien für die Bewilligung

VII. Downloads zu: Hinweise und Materialien zu Projektevaluation, Antragsverfahren ...

I. Grundsätze

Das Landesprogramm „Bildung und Gesundheit" ist das gemeinsame Programm der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung, der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, der AOK Rheinland/Hamburg und der AOK Westfalen-Lippe sowie der BARMER. Im Mittelpunkt dieses Programms steht die Förderung einer integrierten Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Die Träger bilden eine Verantwortungspartnerschaft zur Förderung guter gesunder Bildungseinrichtungen. Im Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen ist festgeschrieben, dass die Schülerinnen und Schüler „insbesondere lernen [sollen] Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport zu entwickeln, sich gesund zu ernähren und gesund zu leben, [...]" (§ 2 SchulG). Das Ministerium für Schule und Weiterbildung hat die Aufgabe, die Integration der Gesundheitsthematik in der Schul- und Bildungspolitik des Landes zu fördern und zu optimieren. An dem Landesprogramm „Bildung und Gesundheit" können grundsätzlich alle Schulen des Landes teilnehmen.

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II. Zuwendungszweck

Eine gute gesunde Schule ist eine Einrichtung, in der Kultur, Klima, Führung, Strukturen und Prozesse solche Bedingungen schaffen, die Gesundheit und Sicherheit der beteiligten Personen ebenso fördern wie die Effizienz dieser Einrichtung.

Ziel ist es, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, gesundheitlicher Prävention und Qualitätsentwicklung an Schulen zu fördern. Gefördert werden Vorhaben und Projekte von Schulen, die darauf abzielen, dass sie sich zu einer guten gesunden Schule (weiter-) entwickeln.

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III. Voraussetzungen für die Teilnahme am Landesprogramm

Die Teilnahme am Landesprogramm ist grundlegende Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln.

Die Schule verpflichtet sich bei Eintritt in das Landesprogramm,

  • auf der Grundlage des Ansatzes der integrierten Gesundheits- und Qualitätsentwicklung mit der Leitidee der guten gesunden Schule zu arbeiten;
  • mindestens ein für die Mitgliedschaft im Landesprogramm verantwortliches Mitglied der (erweiterten) Schulleitung zu benennen;
  • mindestens eine Anspechpartnerin oder einen Ansprechpartner für das Landesprogramm aus dem Kollegium zu benennen;

innerhalb der Schulentwicklung und in Absprache mit der für das Landesprogramm zuständigen Koordinatorin bzw. dem Koordinator,

  • Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention in das Schulprogramm und die Schulentwicklung zu integrieren;
  • eine Standortbestimmung und regelmäßige Selbstevaluation der Maßnahmen und der Schulentwicklungsprozesse durch das BuG-Screening oder mit Zustimmung der Landeskoordination durch andere geeignete Instrumente durchzuführen;
  • sich an externen Evaluationen (z. B. Bilanzbefragung), die im Auftrag der Steuerungsgruppe des Landesprogramms durchgeführt werden, zu beteiligen;
  • eine Steuergruppe/Schulentwicklungsgruppe oder ein ähnliches Instrument innerhalb der Binnenstruktur der Schule zu installieren, in der die Ansprechpartnerin/der Ansprechpartner für das Landesprogramm Mitglied ist;
  • an Netzwerk- und Fortbildungsveranstaltungen des Landesprogramms teilzunehmen (Ansprechpartnerin/Ansprechpartner und/oder das verantwortliche Schulleitungsmitglied);
  • jährlich ein Beratungsgespräch mit der  zuständigen Koordinatorin /dem zuständigen Koordinator durchzuführen, bei dem die beiden benannten Personen (s. o.) und ggf. Vertreterinnen und Vertretern der Schüler- und Elternschaft teilnehmen.

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IV. Gegenstand der Förderung

Gefördert werden folgende Maßnahmen:

  • Beratung und Fortbildung durch BuG-Koordinatorinnen und -Koordinatoren, Beraterinnen und Berater, Moderatorinnen und Moderatoren und weitere Experten, auf der Basis eines konkreten Schulentwicklungsbedarfes
  • Aufbau und Betreuung von Netzwerken und Kooperationen

Eine finanzielle Unterstützung erfolgt nur dann, wenn die Maßnahmen

  • nachhaltigen Einfluss auf den Schulentwicklungsprozess haben, d.h.
    • anhand der (Selbst-)Evaluation wurde ein Bedarf erkannt und als primäre Schulentwicklungsaufgabe benannt
    • anhand des Bedarfs werden spezifische Ziele entwickelt und benannt.
    • anhand der Ziele werden konkrete Maßnahmen abgeleitet
    • die durchgeführten Maßnahmen werden evaluiert, um feststellen zu können, dass sie auch geeignet waren, genannte Ziele zu erreichen.
  • sich einer oder mehreren IQES-Qualitätsdimension/en zuordnen lassen,
  • auf die Veränderung von Verhalten und Verhältnissen ausgerichtet sind und
    die Ziele wirkungsorientiert und überprüfbar sind.

Nicht gefördert werden folgende Maßnahmen:

  • Reparaturarbeiten
  • Durchführung von Baumaßnahmen
  • Personalstellen
  • Klassenfahrten
  • Tagungen
  • Maßnahmen, die der Schulträger zahlen müsste
  • Maßnahmen, die es erfordern, dass man auf Dauer auf externe Hilfe (finanziell oder personell) angewiesen ist.
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Manual zum Antragsverfahren

V. Manual zum Antragsverfahren als PDF

1. Seit diesem Jahr steht uns ein komfortables Online-Formular zur Verfügung, das inhaltlich dem bisherigen Formular entspricht. Es gibt lediglich geringfügige Änderungen. Beispielsweise sind Textfelder jetzt erweiterbar, ohne dass sich die Schriftgröße verkleinert. Bitte beachten Sie unbedingt alle Info-boxen im Formular, da Sie bei Beachtung der Hinweise die Chancen auf eine Bewilligung erhöhen. Der Link zum Formular lautet: http://mav.bug-nrw.de/

2. Eine Förderung kann nur für Maßnahmen beantragt werden, die im darauffolgenden Kalenderjahrdurchgeführt werden sollen.

3. Abgabefristen:

- 24.09.17 Frist für die späteste Abgabe von  Voranfragen

- 05.11.17 Frist für die Abgabe der Hauptanträge

Sie sollten diese Fristen unbedingt einhalten, da eine nachträgliche Antragsstellung technisch nicht möglich sein wird.

4. IQESonline-Anträge können jederzeit auch für das laufende Jahr eingereicht werden.

5. Das  Webformular benötigt weder Benutzername noch Passwort, sondern arbeitet mit einem personalisierten Link, der einen langen Code benutzt. Der kryptische Text und die Länge des Links stellen sicher, dass er nicht erraten werden kann bzw. einen unbefugten Zugriff verhindert (wenn der Link nicht weitergeleitet wird).

6. Der Datenschutz ist durch eine Verschlüsselung abgesichert.

7. Sollte Ihre Schule mehrere Anträge stellen erhalten für jeden Ihrer Voranfragen bzw. Anträge einen eigenen personalisierten Link.

8. Am Anfang des Formulars müssen Sie grundsätzlich zwischen Anträgen für einen IQESonline-Jahresaccount, der ganzjährig gestellt werden kann, und allen anderen Maßnahmen, die nur im Herbst eines jeden Jahres beantragt werden können, unterscheiden.

9. Es wird empfohlen, sich für die Zeit des Antragsverfahrens diese Links als Lesezeichen im Browser anzulegen, damit Sie jederzeit leicht auf den aktuellen Stand Ihrer Voranfragen bzw. Anträge zugreifen können.

10. Während der Bearbeitung können Sie zu jedem Zeitpunkt per Button einen Zwischenstand abspeichern. Es wird Ihnen dann mit einer Mail der Link zugeschickt. Im Anhang dieser Mail finden Sie jeweils den aktuellen Stand Ihres Antrags als pdf samt aller von Ihnen bereits hochgeladenen Anlagen (Kostenvoranschläge, Konferenzbeschluss). So können Sie den Antrag und die Anlagen auch auf Ihrem PC abspeichern und ausdrucken.

11. Achtung: Es gibt keine automatischen Zwischenspeicherungen. Wenn der Rechner abstürzt bzw. Sie das Browserfenster schließen, ohne vorher gespeichert oder abgesendet zu haben, sind die Daten weg. Manche Browser lassen sich in Form einer Wiederherstellung mit den eingegebenen Formulardaten wieder öffnen. Das hängt aber von Ihrem Browser ab.

12. Im Antrag finden Sie außerdem den Button „Absenden“. Damit wird der Link, der zu Ihrem Antrag führt, automatisch an Ihre/n zuständige/n Koordinator/in gesendet, die/den Sie im Kopf des Antrags ausgewählt haben. Es sind danach erst mal keine Änderungen mehr möglich, bis Ihr/e zuständige/r Koordinator/in den Antrag zur Weiterbearbeitung wieder freigegeben hat.

13. Im Formular teilen Sie die Bankverbindung für die Überweisung der Fördermittel bereits bei Antragsstellung mit, sodass Sie zur Abrechnung der Maßnahme nur noch die Rechnung einreichen müssen.

14. Im Hauptantrag (Teil 2) müssen Sie die notwendigen Anlagen (Kostenvoranschläge und LK- bzw. SK-Beschluss) hochladen. Ohne diese Uploads können Sie den Antrag nicht abschicken.

15. Beratungshinweise Ihrer zuständigen Koordinatorin bzw. Ihres zuständigen Koordinators erhalten Sie zukünftig über Beratungsfelder in der Voranfrage und im Antrag. Sie sollten diese Hinweise beachten, um eine Bewilligung Ihres Antrags zu erreichen. Darüber hinaus steht es Ihnen natürlich weiterhin frei, auch persönlich Kontakt aufzunehmen, um Fragen zu klären.

16. Eine positive Rückmeldung zur Voranfrage (s. 17.) bedeutet nicht automatisch eine Genehmigung des endgültig gestellten Maßnahmenantrags. Die Voranfrage dient dazu, unnütze Arbeit mit nicht geneh-migungsfähigen Anträgen zu vermeiden. Siehe auch Kriterien für die Bewilligung.

17. Alle Benachrichtigungsmails werden automatisch an die entsprechenden Personen versendet, so dass der Schriftverkehr zügiger und einfacher abgewickelt werden kann. Diese Emails sagen Ihnen zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens, was Sie als nächstes tun müssen. Unter anderem werden Sie nach Beendigung Ihrer Maßnahme an die Abrechnung und die Evaluation erinnert, was beides innerhalb von drei Monaten erledigt werden muss. Außerdem wird, nachdem die Evaluation der Maßnahme von Ihnen abgeschlossen und per Button (s. 12.) abgeschickt wurde, der Link Ihrer Evaluation automatisch an Ihre zuständige Koordinatorin/Regionalkoordinatorin bzw. Ihren zuständigen Koordinator/Regionalkoordinator, die Landeskoordination und die Evaluationsstelle verschickt.

18. Für den automatischen Mailverkehr und den Zugriff auf das Online-Formular wird die im Antrag angegebene Emailadresse verwendet. Der Bewilligungsbescheid wird zusätzlich an die offizielle Mailadresse der Schule gesendet (schulnummer@schule.nrw.de). Sollten Sie aus Versehen in der Voranfrage zu Beginn eine falsche Emailadresse eingegeben haben, geht beim ersten Speichern die Mail, die Ihnen den Link zu Ihrem Formular mitteilt, ins Leere. Ihre Daten sind dann zwar gespeichert worden, Sie haben aber keinen Zugriff mehr darauf, um weiterarbeiten zu können. In diesem Fall können Sie den Link beim Koordinator/innen-Team erfragen. Alle Koordinator/innen haben jederzeit Zugriff auf Ihren Link.

19. Es könnte hilfreich sein, sich im eigenen Emailprogramm für die Anträge einen eigenen Ordner anzulegen. Da der Absender immer BUG NRW <antrag@bug-nrw.de> lautet, kann man sich die Mails automatisch in diesen Ordner sortieren/filtern lassen.

20. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es manchmal Probleme mit veralteten Betriebssystemen und Browsern sowie Tablets gibt. Wählen Sie also für die Arbeit am Formular einen möglichst aktuellen PC aus.

21. Bei technischen Problemen stehen Ihnen mehrere Support-Level zur Verfügung:

1.    Ihr/e zuständige/r Koordinator/in
2.    Das Maßnahmenantragsteam: antrag@bug-nrw.de
3.    für das Landesprogramm kostenpflichtig:
       Administrator Herr Peters: Büro:  02 21 – 1 20 98 41, cp@carsten-peters.net

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VI Kriterien für die Bewilligung

VI Kriterien für die Bewilligung als PDF

A Formale Kriterien

Diese Liste ist bewusst ausführlich angelegt. Sie entspringt einer nun vierjährigen Erfahrung mit dieser Art des Antragsverfahrens. Die aufgelisteten Kriterien sind im letzten Maßnahmenantragsverfahren (Herbst 2015) nicht immer von allen Schulen beachtet worden, so dass den Schulen und den Koordinator*innen viel zusätzliche Arbeit entstanden ist. Wir bitten Sie daher, diese Kriterien genau zu prüfen, bevor Sie Ihren Antrag wegschicken. Herzlichen Dank!

  • Ist die Schule ihrer Selbstverpflichtung (BuG-Screening, Teilnahme an der Bilanzbefragung, Teilnahme an Netzwerksitzungen und programmrelevanten Fortbildungen usw.) generell nachgekommen?
    Dies – z. B. das BuG-Screening – muss aber nicht zwingend direkt vor der Antragsstellung im Herbst erfolgt sein.
  • Wurde die zuletzt von BuG geförderte Maßnahme ordnungsgemäß evaluiert?
  • IQESonline (www.iqesonline.net): Wurde die Förderung erst höchstens einmal beantragt? 
    Wenn es sich um eine Verlängerung im 2. Jahr handelt, lässt IQESonline den Account in der Regel nahtlos weiterlaufen, wenn der Antrag rechtzeitig eintrifft. Eine erneute Registrierung entfällt dann. Eine 3. Förderung kann nur in Ausnahmefällen genehmigt werden. Die Schule müsste dazu im Antrag kenntlich machen, dass es sich um einen 3. IQESonline-Antrag handelt, und ein spezifisches Evaluations-Projekt vorstellen, das für BuG „spannend“ ist, und dieses hinterher ausführlich dokumentieren.
    Bevor Sie eine Weiterführung von IQESonline beantragen, prüfen Sie bitte, inwieweit Sie die umfangreichen Evaluationsinstrumente von IQESonline wirklich nutzen wollen. In den vergangenen Jahren wurde IQESonline häufig als Materialbörse genutzt. Diese Materialien sind gut und praxistauglich. Das Herzstück ist jedoch das Evaluationscenter, und dies macht auch die Nutzung von IQES­online so teuer. Beantragen Sie also die Weiterführung von IQESonline nur, wenn Sie damit evaluieren wollen. Wenn Sie jedoch lediglich Materialien für die Unterrichtsentwicklung benötigen, wären andere, qualitativ vergleichbare Angebote billiger. Das eingesparte Geld könnte dann für andere Maßnahmen der BuG-Schulen verwendet werden.
  • Steht die Maßnahme im Zusammenhang mit Copsoq? Copsoq-Maßnahmen müssen bei der Bezirksregierung beantragt werden. 
  • Wird die Maßnahme in 2017 begonnen?
    Bewilligungszeitraum: 01.01. – 31.12.17. Maßnahmen, die bereits in 2016 beginnen, können unter keinen Umständen bewilligt werden (einzige Ausnahme: IQESonline; der Account kann ganzjährig beantragt werden). Die Entwicklungsvorhaben können also erst nach Erhalt der Zusage beginnen (auch bei IQESonline). Ansonsten werden keine Zahlungen übernommen.
  • Handelt es sich bei der Maßnahme um Beratung und Fortbildung oder Aufbau und Betreuung von Netzwerken und Kooperationen?
    Reparaturarbeiten, Baumaßnahmen, Personalstellen, Klassenfahrten, Teilnahme an Tagungen, Maßnahmen, die der Schulträger zahlen müsste, Einrichtungen, Ausstattungen, Materialien und Fahrtkosten können unter keinen Umständen bewilligt werden.
  • Handelt es sich um eine Anschubfinanzierung?
    Dauerfinanzierungen sind nicht möglich. Sie sollten also schon beim Ausprobieren kostenpflichtiger Angebote einen Plan haben, wie Sie dieses Angebot langfristig ohne BuG-Förderung vorhalten können und dies im Antrag auch darlegen.
  • Gibt es offensichtlich bei gleicher Qualität keinen bekannten kostenlosen oder günstigeren Anbieter?
    z. B. Kompetenzteam, Bezirksregierung, Schulpsychologie, Angebote von einzelnen Trägern des Landesprogramms usw.
  • Erscheint der Preis angemessen?
  • Ist der Kostenvoranschlag konkret?  z. B.: Bei einem variablen Angebot für 3 oder 4 Tage ist nicht klar, wie viele Tage die Schule buchen möchte, es sei denn, dies wird im Antrag deutlich gemacht.
  • Liegt ein schlüssiger und transparenter Kostenvoranschlag vor, der Honorar-, Fahrt- und Materialkosten getrennt aufführt?
    Fahrt- und Materialkosten können nicht erstattet werden (s. o.).
  • Werden im Antrag nur Honorarkosten geltend gemacht? Wurden die Fahrtkosten, falls sie pauschal im Kostenvoranschlag enthalten sind, pauschal wieder abgezogen? Ort Referent ð Ort Schule und zurück; 30 ct/km.
  • Geht aus dem Kostenvoranschlag klar hervor, ob Umsatzsteuer bezahlt werden muss oder ob der Anbieter als Kleinunternehmer*in davon befreit ist? Ist im Antrag bei der Summe ggf. die Umsatzsteuer berücksichtigt worden?
  •  Stimmt die Summe des Kostenvoranschlags mit der Summe im Antrag überein?
  • Falls es mehrere Kostenpunkte gibt: Ist jeder einzelne Kostenpunkt auch mit einem Kostenvoranschlag belegt?
  • Liegt für Maßnahmen in Antragshöhe bis 3000,- Euro ein mehrheitlicher Beschluss der Lehrerkonferenz vor?
    Maßnahmen, deren Antragshöhe über 3000,- Euro liegen, müssen zusätzlich von der Schulkonferenz beschlossen werden. IQESonline-Anträge können auch ohne Konferenzbeschluss beantragt werden.

B Inhaltliche Kriterien

Das Landesprogramm möchte Sie bei Ihren gesundheitsförderlichen Schulentwicklungsprozessen unterstützen. Dabei beziehen wir uns auf das IQES-Konzept der guten gesunden Schule und auf wissenschaftlich gestützte Erkenntnisse aus dem Qualitätsmanagement. Die folgenden inhaltlichen Kriterien leiten sich daraus ab. Außerdem sind hier Erkenntnisse eingeflossen, die sich aus den Evaluationen bereits durchgeführter Maßnahmen von BuG-Schulen ergeben haben.

Je nachdem, an welchem Punkt sich eine Schule gerade beim Aufbau eines solchen anspruchsvollen, aber effektiven Qualitätsmanagements befindet, wird es gelingen, weniger oder mehr der folgenden Kriterien zu erfüllen. Je mehr Aspekte Sie berücksichtigen, desto eher ist gewährleistet, dass Ihre Maßnahme ihre volle und nachhaltige Wirkung für den Bildungserfolg Ihrer SuS‘ und die Gesundheit aller Beteiligten entfalten kann (IQES-Dimension 8).

Insgesamt müssen folgende Aspekten und Prozesse in Ihrem Maßnahmenantrag deutlich werden:

Planungszyklus

Sie können sich bei Fragen gerne auch schon bei der Planung einer Schulentwicklungsmaßnahme von Ihrer zuständigen Koordinatorin bzw. Ihrem zuständigen Koordinator beraten lassen (und nicht erst bei der Antragsstellung).

Wertvolle Hinweise und Tipps finden Sie auch im Leitfaden „Selbstevaluation für Praktikerinnen und Praktiker“, den das Landeszentrum Gesundheit NRW herausgegeben hat: https://www.lzg.nrw.de/themen/Gesundheit_schuetzen/praevention/qualitaetsinitiative/evaluation/leitfaden_selbstevaluation/index.html.

  • Wird in der Beschreibung der Ausgangslage das Problem deutlich, das bearbeitet werden soll?
  • Wird in der Beschreibung der Ausgangslage deutlich, wie anhand einer (Selbst-)Evaluation ein spezifischer Bedarf erkannt wurde? Wird das Problem deutlich?
  • Wird der beschriebene Bedarf als primäre Schulentwicklungsaufgabe benannt.
    Evaluationsinstrumente: BuG-Screening, IQESonline, Qualitätsanalyse o. Ä. Eine Maßnahme muss sich natürlich nicht allein aus einer Evaluation ableiten. Auch allgemeine Schulentwicklungsvorhaben werden von BuG unterstützt. In der Regel sollte allerdings eine Evaluation einen Beitrag für diese Planungen geleistet haben. In der Regel wird dies das BuG-Screening sein. Im Anhang finden Sie eine Checkliste zur Bedarfsanalyse (Checklisten_PHINEO_KURSBUCH_WIRKUNG.pdf, S. 4).
  • Werden anhand des beschriebenen Bedarfs spezifische Ziele entwickelt und benannt? Wählen Sie nicht zu viele Ziele auf einmal.
  • Sind die Ziele, die mit der Maßnahme erreicht werden sollen, wirkungsorientiert, überprüfbar und erreichbar (SMART)?  SMART = spezifisch: Ziele müssen klar und eindeutig sein. messbar: Es muss feststellbar sein, ob die gewünschte Wirkung eingetreten ist. anspruchsvoll/attraktiv/akzeptiert: Die Zielerreichung soll keine Selbstverständlichkeit sein. Das Ziel muss Sog entfalten (weniger Output, mehr Outcome). Alle Beteiligten müssen die Ziele akzeptieren (gemeinsames Verständnis über die Wirkungsziele). realistisch: Die Zielerreichung sollte im Bereich des Möglichen liegen, d. h. es müssen die zur Verfügung stehenden Ressourcen berücksichtigt werden. terminiert: Es muss definiert sein, wann überprüft werden soll, ob die Wirkung eingetreten ist.
    Dabei hilft auch die Festlegung auf einen, höchstens zwei Entwicklungsschwerpunkte. Welcher IQES-Qualitätsdimension wird der Schwerpunkt zugeordnet?
    Die Ziele müssen zum beschriebenen Bedarf passen (s. o. Ausgangslage). Bestenfalls werden die Ziele unter Beteiligung verschiedener Akteure in einem partizipativen Prozess entwickelt. Im Prozess der Planung einer Schulentwicklungsmaßnahme kann der Prozess der Zielformulierung manchmal die Hälfte der Zeit einnehmen. Diese Zeit ist gut investiert, denn nur mit klaren Zielen ist die Richtung der Intervention klar und wird das kollektive Handeln gebündelt. Unnötige Widerstände oder unliebsame Überraschungen werden so größtenteils vermieden. Erwartungen an die Maßnahme sind klar formuliert. Im Anhang finden Sie eine Checkliste zur hohen Kunst der Zielformulierung (Checklisten_PHINEO_KURSBUCH_WIRKUNG.pdf, S. 5).
  • Werden anhand der Ziele konkrete Maßnahmen abgeleitet (Strategie).
  • Ist die Kurzbeschreibung der Maßnahme auch für Außenstehende verständlich und ist der gesundheitsförderliche Bezug deutlich erkennbar?
  • Wird in der Kurzbeschreibung der Maßnahme deutlich, wie Verhaltens- und Verhältnisprävention miteinander verknüpft sind?
    Nur wenn beide Dimensionen bedacht werden, entfaltet eine Maßnahme in der Regel eine nachhaltige Wirkung. Hierzu ein Beispiel: Ein externer Anbieter schult SuS‘ und LuL‘ in Workshops zu einem gesundheitsförderlichen Thema (Verhaltensprävention) und in der Schule werden gleichzeitig die Strukturen bzw. Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass die SuS‘ und LuL‘ anschließend die neu erworbenen Kompetenzen anwenden können (Verhältnisprävention).
    Es muss erkennbar sein, dass es sich nicht um ein Einzelprojekt handelt, sondern dass die Maßnahme in den gesamten Schulentwicklungsprozess eingebettet ist, so dass die Maßnahme der Schulentwicklung wichtige Impulse geben kann.
  • Wird in der Kurzbeschreibung der Maßnahme deutlich, wie die Maßnahme nachbereitet werden soll und wie nach Beendigung der Maßnahme gewährleistet wird, dass Inhalte und Methoden nachhaltig in den Schullalltag übernommen werden können
  • Sind zu jedem Ziel 1 – 2 leicht zu messende Merkmale (Indikatoren) festgelegt, an denen erkennbar wird, welche konkreten Veränderungen tatsächlich erwartet werden, um hinterher beurteilen zu können, ob die Maßnahme ein Erfolg war?
    Im Anhang finden Sie eine kurze Checkliste für die Formulierung von Indikatoren (Checklisten_PHINEO_KURSBUCH_WIRKUNG.pdf, S. 8 und 9). Je klarer das Ziel definiert ist, desto einfacher ist es, Indikatoren zu finden. Woran werden Sie konkret merken, dass sich in der Schule etwas verändert hat?
  • Wird die durchgeführte Maßnahme evaluiert, um feststellen zu können, ob das angestrebte Ziel bzw. die angestrebten Ziele erreicht wurden?Das BuG-Screening stellt eine gute Datengrundlage zur Beurteilung der langfristigen Wirkung dar, die je nach Fragestellung/Fokus durch eigene Evaluationen ergänzt werden kann. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Evaluations-Instrument schlicht und nicht zu aufwändig ist. Manchmal können bereits vorhandene Daten ausgewertet werden. Häufig benutzt man Beobachtungs-, Dokumentations- oder Fragebögen. www.IQESonline.net bietet z. B. die Möglichkeit, unter erprobten Fragebögen auszuwählen und/oder sie den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Denkbar sind aber auch (Gruppen-)Interviews/Fokusgruppen (Informationen: http://www.partizipative-qualitaetsentwicklung.de/subnavi/methodenkoffer/fokusgruppe.html) oder Photo Voices (Beispiel zur Anwendung der Methode: http://www.hiv-migration.de/content/afrolebenvoice-unsere-stimmen-gegen-diskriminierung). Die Maßnahmenevaluation ist kein Kontroll-, sondern ein Entwicklungsinstrument! Nur so können Sie sicher sein, dass die immer knapp bemessenen Ressourcen sinn- und wirkungsvoll eingesetzt werden.

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VII. Downloads zu: Hinweise und Materialien zu Projektevaluation, Antragsverfahren ...

  1.  Anschreiben an Schulen
  2. Manual zum Antragsverfahren als PDF
  3. Bewilligunskriterien
  4. Checkliste Bewilligungskriterien
  5. Materialien zur Projeltevaluation/Kursbuch Wirkung
  6. PHINEO ist ein Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement.Unser Ziel ist es, die Zivilgesellschaft zu stärken. Mit Wirkungsanalysen, einem kostenfreien Spendensiegel, Publikationen, Workshops und Beratung unterstützt PHINEO gemeinnützige Organisationen und InvestorInnen wie Stiftungen oder Unternehmen dabei, sich noch erfolgreicher zu engagieren.
  7. Materialien zur Maßnahmenplanung/Kursbuch Wirkung 
  8. Abrechnungsverfahren 
  9. Abrechnungsverfahren IQES-online

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Stand: 08.02.2017