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Mobbing und Gewalt
Mobbing und Gewalt - auch in der Schule ein Problem
Lothar Dunkel
Worum geht es bei Gewalt und Mobbing in Schule? Mobbing ist eine spezielle Form gewalttätigen Handelns. Teilweise werden die Begriffe Mobbing und Gewalt nahezu synonym gebraucht. Ich lege hier den Schwerpunkt auf Mobbing und meine dabei immer auch gewalttätiges Handeln allgemein. Mobbing, Bullying, Psychoterror, all das sind weitere Begrifflichkeiten, in denen über einen längeren Zeitraum eine einzelne Schülerin oder ein einzelner Schüler in Form vielfältiger erniedrigender Handlungen von seinen Mitschülerinnen bzw. Mitschülern systematisch fertig gemacht wird.
Kongress Gute und gesunde Schule, 15 + 16. November 2004 in Dortmund
Mobbing und Gewalt - auch in der Schule ein Problem
Lothar Dunkel
Psychische Gesundheit fördern
Psychische Gesundheit - auch ein Problem von Schulen?
Peter Paulus
Psychische Störungen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sie haben Folgen. Sie haben zum Teil gravierende Folgen und gehen dann einher mit einer empfindlichen Einbuße an Lebensqualität. Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter haben auch Konsequenzen für den weiteren Lebensverlauf. Sie sind häufig Vorläufer von psychischen Störungen im Erwachsenenalter. So ist ein Drittel der depressiv erkrankten Erwachsenen schon in seiner Jugend auffällig geworden. Sie hatten ihre erste depressive Periode mit weniger als 21 Jahren. Sie sind mittlerweile die dritthäufigste Ursache für länger anhaltende Arbeitsunfähigkeit. Und sie haben zugenommen.
Kongress Gute und gesunde Schule, 15 + 16. November 2004 in Dortmund
Die Bedeutung einer Anerkennungskultur
Über den Zusammenhang von Anerkennung, Bildung und Demokratie
Eine Studie der RAA Berlin
Von Berit Lusebrink und Sascha Wenzel
Eigentlich ist alles klar: ''Anerkennung, Überzeugung eigener
Wirksamkeit und Verantwortungsbereitschaf'' sind zivile Tugenden, ohne
die eine demokratische Gesellschaft nicht auskommt. Ohne Anerkennung
keine Selbstwirksamkeitsüberzeugung, ohne diese keine Bereitschaft,
Verantwortung zu übernehmen (Edelstein 2007). So sind wir Menschen nun
einmal, unser Handeln findet seine Motive in ''unserem Streben nach
Autonomie,... nach sozialer Anerkennung und Eingebundenheit sowie...
(dem) Antrieb zur Wirksamkeit'' (Eikel 2007). Das ist die eine Seite
der Medaille.
Die andere: Je weniger Anerkennung - also Liebe, Recht
und Solidarität (Honneth 1992) - ein Mensch erhält, je schlechter seine
Anerkennungsbilanz insgesamt ausfällt, desto weniger ist er selbst
möglicherweise dazu bereit, die Gleichwertigkeit und Unversehrtheit
aller Menschen zu respektieren, besonders nicht derer, die er als
''anders'' erlebt.

